21.01.2018, 17:01 Uhr

Inspektion auch in Freilassing Bundespolizei in Bayern stellt 2017 über 19.000 unerlaubte Einreisen fest

(Foto: Foto: Bundespolizei)(Foto: Foto: Bundespolizei)

Die Zahl der lebensgefährlichen Reisen auf Güterzügen war auch im Jahr 2017 hoch. Mit der Einführung der Inspektionen Freilassing und Kempten sind nun insgesamt vier Inspektionen für die deutsch-österreichische Grenze zuständig.

MÜNCHEN Im Laufe des vergangenen Jahres sind im gesamten Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion München rund 19.370 (2016: rund 126.900) unerlaubte Einreisen (inklusive versuchte unerlaubte Einreisen) registriert worden, davon rund 14.630 (2016: 123.700) über die deutsch-österreichische Grenze. Die meisten hier festgestellten Migranten kamen aus Nigeria, Afghanistan, Syrien und Irak (die Größenordnung entspricht der Reihenfolge). An der deutsch-österreichischen Grenze haben die Beamten der Bundespolizeidirektion München im Rahmen der Grenzkontrollen mehr als 7.000 Personen zurückgewiesen. Dies entspricht etwa 52 Prozent der dortigen Feststellungen.

Die lebensgefährlichen Reisen auf Güterzügen setzten sich im gesamten Jahr 2017 fort. Insgesamt wurden im Bereich der Bundespolizeidirektion München ca. 980 illegale Einreisen auf Güterzügen festgestellt (diese Zahl enthält auch Feststellungen anderer Behörden). Etwa 40 Prozent dieser Fälle wurden in Raubling oder in Rosenheim registriert, fast 60 Prozent in München.

Die Dienststellenstruktur an der deutsch-österreichischen Grenze wurde im November mit den zwei neuen Inspektionen Freilassing und Kempten angepasst. Daher sind nun mit den bisherigen zwei Inspektionen Passau und Rosenheim insgesamt vier Inspektionen an der deutsch-österreichischen Grenze zuständig.

Im Monat Dezember wurden an der deutsch-österreichischen Grenze rund 1.300 (2016: rund 1.450) unerlaubte Einreisen festgestellt, die sich wie folgt aufteilen: Inspektion Passau 240, Inspektion Rosenheim 350, Inspektion Freilassing 510, Inspektion Kempten 130.


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