14.12.2017, 10:00 Uhr

Verbotene Böller sichergestellt Erfolgreicher Wochenstart für die Schleierfahnder

(Foto: PI Fahndung Traunstein)(Foto: PI Fahndung Traunstein)

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein stellten im Lauf des Montag, 11. Dezember, bei verschiedenen Aufgriffen zahlreiche verbotene Feuerwerkskörper, Rauschgift und falsche PKW-Kennzeichen sicher.

PIDING Als eine Streife der Schleierfahndung am frühen Montagmorgen einen Audi mit makedonischer Zulassung auf der Autobahn Richtung Salzburg kontrollierte, schlug ihnen bereits aus dem Innern des Fahrzeugs Marihuanageruch entgegen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurde eine Kleinmenge Marihuana gefunden. Einer der drei Insassen, ein 19 Jahre alter Makedonier, gab den Besitz zu und wurde entsprechend angezeigt. Als die Beamten am Kofferraum angelangt waren, staunten sie nicht schlecht, als sie eine ganze Kiste voller Böller fanden. Nicht die Anzahl verwunderte sie, sondern die Größe: einige wogen mehr als ein halbes Kilo und waren geeignet, eine ordentliche Explosion hervorzurufen. Schlecht für die drei Makedonier war, dass kein Böller ein deutsches Zulassungszeichen trug, sodass sie wegen einem Verstoß gegen das Sprenggesetz angezeigt wurden. Die Böller wurden sichergestellt und werden jetzt fachgerecht entsorgt.

Eine weitere Streife kontrollierte in der Zwischenzeit einen in der Schweiz lebenden Ungarn und wurde auch hier fündig. Der 27-Jährige wollte auf der Autobahn Richtung Salzburg reisen, musste aber in Piding einen unfreiwilligen Stopp einlegen. Auch hier schlug den Beamten bei der Kontrolle Marihuanageruch aus dem Fahrzeuginnern entgegen, was sie zu einer eingehenden Durchsuchung ermutigte. Insgesamt fanden sie etwa 15 Gramm Marihuana, zwei Tütchen mit Amfetamin und zehn Gramm Testosteron. Eine gelbe Flüssigkeit gab kurz Rätsel auf, bis der Ungar zugab, dass es sich um „Clean urin“ - künstlichen Urin zur Verschleierung von Drogenkonsum - handelte. Der 27Jährige wurde wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und die Antidopingverordnung angezeigt.

Zu guter letzt wurde von den Fahndern gegen Mittag ein Konvoi, bestehend aus zwei Fahrzeugen mit belgischen Zulassungen, auf dem Weg von Belgien nach Makedonien kontrolliert. Die beiden 43 und 48 Jahre alten Fahrer hatten für die Kleintransporter allerdings weder eine Versicherung, noch waren die verwendeten Kennzeichen außerhalb Belgiens gültig. Sie mussten die Fahrzeuge deshalb abstellen und sich nach der Anzeigenaufnahme wegen Kennzeichenmissbrauch, einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung um eine neue Zulassung bemühen.


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