08.12.2017, 10:51 Uhr

An den Falschen geraten Raffinierter Internetbetrüger festgenommen

(Foto: 123rf.com )(Foto: 123rf.com )

Von einem betriebswirtschaftlichen Grundsatz, ein gesetztes Ziel durch geringstmögliche Ausgaben zu erreichen, ließ sich ein 24-Jähriger aus dem Großraum Rüsselsheim bei seiner Internetbetrügerei leiten.

LAUFEN Um kostenlos an ein neues Mobiltelefon der Marke „Apple“ zu gelangen, das ein 23-jähriger Fridolfinger per Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten hatte, kaperte der Südhesse ein fremdes Ebay-Konto und veranlasste die Paypal-Zahlung eines Kaufinteressenten aus Mittelfranken an den Mann aus Fridolfing.

Diese Vorgehensweise war einigermaßen raffiniert, jedoch steckte auch hier, wie so oft, der Teufel im Detail.

Unter anderem, weil dem Fridolfinger über den Bezahldienst „Paypal“ eine abweichende Lieferadresse mitgeteilt wurde, schöpfte dieser Verdacht und verständigte die Polizeiinspektion Laufen.

Dort konnte zum einen der für Internetdelikte zuständige Ermittler über die bei Ebay gespeicherten Daten den Hausanschluss des Täters feststellen, zum anderen war der Hesse auch bei seinem vermeintlichem Opfer, einem Informatiker, an den Falschen geraten. Dieser war zum Schein auf den Kauf eingegangen und konnte Daten erlangen, durch welche vom Sachbearbeiter der Polizei der Standort des Internetrechners ausfindig gemacht werden konnte, von dem aus der Täter handelte.

     

Ein weiterer Stolperstein für den Betrüger war die von ihm gewünschte Lieferanschrift, ein Hermes-Paketshop unweit seiner Wohnadresse.

 

Nachdem eine entsprechende Überwachung der Lieferadresse durch die zuständige Polizeistation Bischofsheim durchgeführt wurde, machte sich sogleich sicherheitshalber kein IPhone, sondern ein oberbayerischer Stein in einer auffälligen, roten Schuhschachtel auf die weite Reise vom Rupertiwinkel ins Rhein-Main-Gebiet.

 

Am 01.12.2017 wurde der 24jährige festgenommen, als er mit seiner roten Schuhschachtel den Hermes-Shop verlassen und sich in sein Auto gesetzt hatte. Gerade noch rechtzeitig vor Fahrtantritt, denn eine gültige Fahrerlaubnis hatte er auch nicht.

 

Den polizeibekannten Täter erwarten nun zum wiederholten Male mehrere Strafverfahren.


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