25.10.2017, 11:37 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Täter parkte neben Zivilstreife 35 Autos zerkratzt

(Foto:Polizei Salzburg)(Foto:Polizei Salzburg)

Einen Gesamtschaden zwischen 35.000 und 50.000 Euro richtete ein 40-jähriger Salzburger an, als er im Zeitraum von Juni bis Oktober insgesamt 35 Autos zerkratzte

SALZBURG Einen Gesamtschaden zwischen 35.000 und 50.000 Euro richtete ein 40-jähriger Salzburger an. Der Mann zerkratzte im Zeitraum von Juni bis Oktober 2017 insgesamt 35 Autos, bis er am 16. Oktober von Zivilpolizisten der Polizeiinspektion Bahnhof auf frischer Tat betreten werden konnte.

Am 30. Juni 2017 hatte der Salzburger erstmals in einer Tiefgarage in der Nähe des Bahnhofs den Schriftzug „FUT“ in einen Pkw geritzt. Bei insgesamt acht geparkten Autos zerkratzte er Motorhauben und Kofferraumdeckel. Die Erstermittlungen verliefen vorerst negativ. Im August wurden dann trotz intensiver Erhebungen und verstärkter Streifentätigkeit der Polizei jede Woche in der Tiefgarage geparkte Autos zerkratzt. In Kooperation mit dem Tiefgaragenbetreiber konnten einige polizeiliche Empfehlungen im Rahmen des Projektes Gemeinsam.Sicher umgesetzt werden. Im September hatten die ermittelnden Beamten erstmals Fotos und Videosequenzen zur Verfügung.

Aufgrund einer Personsbeschreibung konnte am 13. Oktober eine zutreffende Person wahrgenommen werden. Noch bevor die Beamten die Verfolgung aufnehmen konnten, verschwand der Verdächtige in einem Wohnblock in der Elisabethvorstadt. Nachdem sämtliche Bewohner überprüft worden waren, konnte der Kreis der Verdächtigen eingeschränkt werden. Tägliche Zivilstreifen legten sich auf die Lauer, nachdem die Ermittler den wahrscheinlichsten Tatort in der Garage und die wahrscheinlichste Tatzeit eingegrenzt hatten. Drei Tage später parkte der Salzburger seinen Pkw zufällig neben einem überwachenden Zivilfahrzeug.

Noch bevor die Beamten reagieren konnten, stieg der Mann aus und zerkratzte die Motorhaube des Nebenfahrzeuges. Die Polizisten stellten den Verdächtigen, der noch den Schlüssel mit den Lackspuren in den Händen hielt. Der Salzburger gestand die Beschädigungen, konnte aber kein Motiv dafür angeben- auch erklärte er den Schriftzug nicht. Zu diesem Zeitpunkt war er betrunken und hatte nach einem Alkotest 0,84 Promille Alkohol im Blut. Tatsächlich ist es so, dass der Mann selbst „Dauerparker“ in der Tiefgarage ist. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. Ob es weitere Geschädigte gibt, wird noch ermittelt.


0 Kommentare