23.10.2017, 12:59 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Erfolg für Schleierfahnder: Zwölf Personen reisen illegal ein

(Foto:Ursula Hildebrand)(Foto:Ursula Hildebrand)

FREILASSING Im ersten Abteil des hintersten Waggons wurde eine Nigerianerin überprüft, die sich ordnungsgemäß mit ihrem Reisepass und einer italienischen Aufenthaltserlaubnis auswies. Ein Datenabgleich im polizeilichen Fahndungssystem ergab jedoch eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung durch die zentrale Ausländerbehörde München. Gleichzeit wurde festgestellt, dass durch das Bundesamt für Flüchtlinge in Bayreuth bereits im März 2017 die Abschiebung und Überstellung nach Italien angeordnet worden war. Offenbar war sie zwischenzeitlich untergetaucht und wollte nun wieder in Deutschland Fuß fassen.

Im nächsten Abteil befand sich ein Ehepaar mit seinen beiden Töchtern, das sich mit 4 bulgarischen Identitätskarten auswies, die von den Fahndern jedoch sofort als Totalfälschungen erkannt wurden. Nachdem die Beamten den Vater auf diese Tatsache hinwiesen, händigte dieser die vier irakischen Reispässe der Familie aus. Er gab zu verstehen, dass sie irakische Kurden seien, die gerade aus dem aktuellen Kriegsgebiet um Kirkuk geflohen sind.

Eine weitere 5-köpfige irakische Familie befand sich im Nachbarabteil. Diese Personen waren gänzlich ausweislos und gaben sich ebenfalls als irakische Kurden zu erkennen, die nun nach Deutschland wollten.

Zuletzt stellten die Schleierfahnder noch zwei iranische Geschwister fest, die auch keine Reisedokumente vorweisen konnten und als Reiseziel Deutschland nannten.

Alle 12 Reisenden wurden in Rosenheim an die dortige Bundespolizei übergeben, die die weiteren Ermittlungen übernahm.


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