20.08.2020, 09:04 Uhr

Eine Person leicht verletzt Bahnübergangsunfall bei der Waldbahn

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Auf der Waldbahn-Linie 2 (Zwiesel-Bodenmais) kollidierte am Mittwoch, 19. August, gegen 15.50 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Nähe des Haltepunktes Langdorf ein Waldbahn-Zug mit dem Anhänger eines Lkw-Gespanns.

Langdorf. Am Mittwoch gegen 15.50 Uhr fuhr im Gemeindebereich Langdorf ein 62-jähriger Holztransportfahrer mit seinem beladenen Lkw-Gespann auf einem leicht ansteigenden Forstweg in Richtung der Staatsstraße 2132.

An einem unbeschrankten Bahnübergang mitten im Wald blieb er mit seinem Gespann zunächst ordnungsgemäß stehen. Da er keinen Zug kommen sah, setzte er anschließend seine Fahrt fort und überquerte die Bahnlinie Bodenmais-Zwiesel.

Im gleichen Moment näherte sich aber ein Triebwagen der Länderbahn, der von Bodenmais in Richtung Nebelberg unterwegs war. Der 51-jährige Triebwagenfahrer erkannte die Gefahr, gab Pfeifsignale und leitete eine Notbremsung ein. Der 62-jährige Fahrer des Gespanns erkannte dann zwar noch den herannahenden Zug, schaffte es aber nicht mehr ganz über den Bahnübergang, so dass es zur Kollision des Triebwagens mit dem Anhänger kam.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes kippte der Lkw-Anhänger zur Seite um und verlor seine gesamte Holzladung. Im Triebwagen waren neben dem Personal noch 33 Fahrgäste. Durch die Kollision wurde lediglich der Triebwagenführer leicht durch herumfliegende Splitter seiner Windschutzscheibe verletzt. Alle anderen Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden dann von den eingesetzten Feuerwehren zu den umliegenden Bahnhöfen transportiert, von wo aus sie dann mit dem Schienenersatzverkehr der Bahn weiterreisen konnten.

Von der Integrierten Leitstelle der Feuerwehren und des Rettungsdienstes Straubing wurden auf Grund des Notrufes eine Vielzahl von Rettungskräften zur Einsatzstelle alarmiert. So waren neben mehreren Führungskräften der Feuerwehr, auch die freiwilligen Feuerwehren Langdorf, Regen, Bodenmais und Zwiesel, ein Berater des THW Regen, Führungkräfte und mehrere Rettungswägen des BRK, ein Kriseninterventionsteam und der Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing vor Ort. Außerdem waren Verantwortliche der Länder- und der Bundesbahn, sowie mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Regen und der Bundespolizei mit der Aufnahme des Unfalls beschäftigt.

Der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen mit etwa 85.000 Euro beziffert. Der Verunglückte Lkw konnte seinen Anhänger mit dem eigenen Kran wieder aufrichten und anschließend abtransportieren. Der stark beschädigte Triebwagen der Bahn musste mit einem extra zur Abschleppung angeforderten Triebwagen nach Zwiesel in die Werkstatt der Waldbahn geschleppt werden. Die Bahnstrecke Bodenmais Zwiesel war deshalb bis gegen 19.15 Uhr gesperrt.


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