26.02.2019, 10:41 Uhr

PI Zwiesel Weniger Verkehrsunfälle im Bereich Zwiesel

2018 ereignete sich „nur“ ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss. (Foto: pm/PI Zwiesel)2018 ereignete sich „nur“ ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss. (Foto: pm/PI Zwiesel)

Im Zuständigkeitsbereich der PI Zwiesel ereigneten sich 2018 insgesamt 395 Verkehrsunfälle. Im Vorjahreszeitraum waren es 466. Das bedeutet einen Rückgang um rund 15 Prozent und stellt auch im Langzeitvergleich einen sehr niedrigen Wert dar.

ZWIESEL Bei 49 Verkehrsunfällen aus der Kategorie Personenschaden wurden insgesamt 53 Verkehrsteilnehmer verletzt und damit 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon erlitten 36 Personen leichte Verletzungen und 17 so schwere Verletzungen, dass sie mindestens einen Tag stationär in einem Krankenhaus verbringen mussten. Lebensbedrohliche Verletzungen sind in keinem Fall bekannt.

Verkehrsunfälle ohne Verletzte

Die Beamten der PI Zwiesel mussten letztes Jahr 91 schwerwiegende Verkehrsunfälle aufnehmen. Auch das bedeutet einen deutlichen Rückgang um 23 Prozent.

In diese Kategorie fallen insbesondere Unfälle aufgrund schwerwiegender Verkehrsordnungswidrigkeiten wie etwa Vorfahrtsverstöße oder Straftaten wie Alkoholdelikte und Unfallfluchten.

Darin ist auch ein deutlicher Rückgang von angezeigten Unfallfluchten enthalten. Nachdem diese Zahl im Jahr 2017 um 18 Prozent auf 93 gestiegen war, gingen die Fälle des „Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort“ im vergangenen Jahr wieder auf 68 (Minus 27 Prozent) zurück.

Ebenso verhielt es sich bei den Kleinunfällen: Die Steigerung im Jahr 2017 mit Plus 17 Prozent reduzierte sich jetzt wieder um Minus 13 Prozent und liegt mit 255 etwa auf dem Niveau von 2016.

Einen großen Anteil haben hierbei die 116 Wildunfälle, deren Zahl sich weiterhin auf hohem Niveau bewegt (2015: 106; 2016: 95; 2017: 124).

Alkohol- und Drogendelikte

In 20 Fällen schritten die Beamten der PI Zwiesel gegen alkoholisierte Verkehrsteilnehmern ein, bevor es zu Unfällen kam. Fünf der Fahrzeugführer wurden vor dem Losfahren angetroffen, wodurch die Fahrt präventiv durch Sicherstellung des Zündschlüssels unterbunden werden konnte. 15 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer wurden aus dem Verkehr gezogen und wegen Straftaten beziehungsweise Ordnungswidrigkeiten angezeigt.

Außerdem stellten die Beamten 40 Verkehrsdelikte unter Drogeneinfluss fest und verhinderten die Weiterfahrt der berauschten Verkehrsteilnehmer. Dieser vergleichsweise hohe Wert liegt auch in einer verstärkten Präsenz der grenzpolizeilichen Schleierfahndung im grenzüberschreitenden Verkehr begründet.

Ein besonders prägnanter Rückgang kann bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss festgestellt werden. Nach einer vergleichsweise schlechten Bilanz in 2017 (zehn Alkoholunfälle) war 2018 nur ein Verkehrsunfall in dieser Kategorie zu verzeichnen.

Verkehrsüberwachung zur Unfallverhütung

Zur Reduzierung der Hauptunfallursachen und Unfallfolgen führte die PI Zwiesel Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch, sowohl im täglichen Streifendienst als auch bei Schwerpunktaktionen.

Insbesondere in den Bereichen Insassensicherung (Gurt und Kindersitz) sowie verbotswidrige Benutzung von Elektronik wie Handys wurden zahlreiche Verkehrsteilnehmer beanstandet und über die verbundenen Risiken aufgeklärt.

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit stellt weiterhin eine Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle dar. Durch Geschwindigkeitsüberwachung mit der Laserpistole wurden 348 (Vorjahr 372) Verkehrsverstöße geahndet. Daneben wurden in Abstimmung mit der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf zahlreiche Geschwindigkeitsmessungen mit deren Spezialgeräten durchgeführt.

Besonders geschulte Beamte der PI Zwiesel führten teils mit Unterstützung umliegender Dienststellen spezielle Motorrad- und Schwerverkehrskontrollen durch.

Fazit

Die Bilanz für das Jahr 2018 ist in der Gesamtschau laut PI Zwiesel sehr positiv. Die Zahlen der schweren Verkehrsunfälle und der Alkoholunfälle haben sich deutlich reduziert.

Entgegen der teils steigenden Tendenzen bei den bayern- und niederbayernweiten Unfallzahlen konnten in nahezu allen Kategorien Rückgänge verzeichnet werden.


0 Kommentare