03.05.2018, 08:55 Uhr

Knast statt Wellness 32-Jähriger Einmietbetrüger festgenommen

(Foto: ginasanders/123rf.com)(Foto: ginasanders/123rf.com)

Ein polzeibekannter 32-jähriger Mann aus Regen logierte feudal in zwei renommierten Welllnesshotels in Bodenmais, obwohl im bekannt war, dass er niemals bezahlen kann.

BODENMAIS Bereits vom 15. bis 19. April nächtigte ein junger amtsbekannter Mann aus Regen in einem Hotel in Bodenmais mit Dreitviertel-Pension und allen damit verbundenen Annehmlichkeiten. Dazu hatte er seine schwangere 27-jährige Freundin eingeladen. Am letzten Tag verließen beide das Hotel, da er angeblich wegen Krankheit einen Arzttermin hatte. Beide kamen jedoch trotz vorheriger Zusage nicht mehr zurück.

Durch Zufall sahen Angestellte des Hotels am 24. April das Fahrzeug dieses Mannes bei einem anderen Hotel in Bodenmais stehen. Durch Rückruf stellte sich heraus, dass beide seit dem 19. April dort gebucht hatten – noch eine Kategorie höher.

Von der inzwischen verständigten Polizei zur Rede gestellt, gab der 32-Jährige an, natürlich bezahlen zu können. Dabei zeigte er einmal irgendeine Online-Überweisung, dann wiederum war eine Überweisung aus unbekannten Gründen gescheitert, dann würde sein Vater auf alle Fälle dafür aufkommen und letzten Endes war der Chip der Kreditkarte defekt. Schließlich kam er an dem ersten Hotel noch persönlich vorbei und rief dann später an, dass die Überweisung getätigt worden sei. Dies ist jedoch bis heute nicht geschehen. Seitens des ersten Hotels bestehen Forderungen in Höhe von 1153 Euro, beim zweiten 1587 Euro.

Es stellte sich heraus, dass dem Mann wegen hoher ausstehender Mietforderungen seine letzte Wohnung gekündigt worden war. Die Zeit bis zum Einzug in eine neue Wohnung überbrückte er mit diesen Hotelaufenthalten. Zudem bestand ein Haftbefehl, welcher mit Geldzahlung von fast 4000 Euro abgewendet werden hätte können. Dazu war der Einmietbetrüger natürlich ebenfalls nicht in der Lage. Aus diesem Grunde wurde er von der Polizei gleich festgenommen und in eine Haftanstalt verbracht.

Die junge Frau erzählte der Polizei, dass ihr Freund seit ihrer Beziehung immer von seiner beruflicher Selbstständigkeit und leitender Position in einer Firma bei Viechtach erzählt habe. Er erklärte ihr zudem, sie in dem Büro dieser Firma beschäftigen zu können. Aus diesem Grunde kündigte sie ihre bisherige Arbeitsstelle und vertraute ihm in naiver Weise bis zur Festnahme durch die Polizei.


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