17.04.2018, 12:04 Uhr

Polizei trifft Politik Sicherheitsgespräch im Landratsamt Regen

Von links: PHK Hauptmann (Leiter PI Zwiesel), EPHK Leutsch (Leiter PI Viechtach), Landrätin Rita Röhrl, LKD Mannichl (Leiter Sachgebiet E3 des PP Niederbayern), PHK Süß (stellv. Leiter PI Regen), EKHK Vöst (Leiter KPS Deggendorf). (Foto: PI Regen)Von links: PHK Hauptmann (Leiter PI Zwiesel), EPHK Leutsch (Leiter PI Viechtach), Landrätin Rita Röhrl, LKD Mannichl (Leiter Sachgebiet E3 des PP Niederbayern), PHK Süß (stellv. Leiter PI Regen), EKHK Vöst (Leiter KPS Deggendorf). (Foto: PI Regen)

Leitender Kriminaldirektor Alois Mannichl überreichte am Freitag, 13. April, beim jährlichen Sicherheitsgespräch den Sicherheitsbericht 2017 für den Landkreis Regen an Landrätin Rita Röhrl

REGEN Die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, ging im Vergleich zum Vorjahr um 89 auf insgesamt 2.247Fälle zurück. Dies bedeutet einen Rückgang um 3,8 Prozent.

Um die Kriminalitätsbelastung vergleichbar darzustellen wird die sogenannte Häufigkeitszahl verwendet. Diese errechnet sich aus den angezeigten Straftaten pro Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner. Für den Landkreis Regen ergab sich 2017 ein Rückgang der Häufigkeitszahl (ohne ausländerrechtliche Verstöße) um 4,3 Prozent, von 3.041 auf 2.911. Die Aufklärungsquote (ohne ausländerrechtliche Verstöße) weist mit 72,6 Prozent wieder einen sehr guten Wert auf. Damit liegt der Landkreis Regen deutlich über dem niederbayerischen Wert von 68 Prozent, und dem gesamtbayerischen Wert von 64,4 Prozent.

Ein Rückgang war im Bereich der Gewaltkriminalität von 84 angezeigten Delikten im Vorjahr auf 77 Delikte (-8,3 Prozent) im Jahr 2017 zu verzeichnen.

Angestiegen sind die Fallzahlen im Bereich der Straßen- und Diebstahlskriminalität. Zur Straßenkriminalität werden alle Straftaten die im öffentlichen Raum begangen werden gezählt. Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr 26 Fälle mehr zur Anzeige gebracht (+10,3 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei den Fallzahlen der Diebstahlskriminalität. Waren es 2016 noch 401 angezeigte Fälle, so waren es im Berichtsjahr 91 Delikte mehr (+22,7 Prozent). Einen erfreulichen Rückgang gab es dagegen im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle (-46,2 Prozent), diese gingen um 6 Fälle zurück. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich liegt mit 42,9 Prozent weit über dem niederbayerischen Wert (13,1 Prozent).

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität war ein Anstieg um 14,5 Prozent auf 134 angezeigte Fälle zu verzeichnen.

Im Landkreis wurden 2017 insgesamt 2.610 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Dies stellt einen Anstieg um 8,1 Prozent dar. Leider waren 2017 sechs Verkehrstote zu beklagen (2016: zwei Verkehrstote). Ein deutlicher Anstieg ist im Bereich der Alkoholunfälle zu verzeichnen, diese stiegen von 20 (2016) auf 45 im Jahr 2017 an. Die Zahl der Drogenunfälle ging gegenüber dem Vorjahr (zwei) auf einen zurück. Sowohl bei den Geschwindigkeits- (-10,6 Prozent), als auch bei den Fahrradunfällen (-15,2 Prozent) war ein Rückgang zu verzeichnen. Bei den Wildunfällen hingegen ist ein Anstieg um 14,9 Prozent auf 1079 Unfälle festzustellen.

Zum Abschluss des Gespräches betonte Leitender Kriminaldirektor Mannichl, dass die niederbayerische Polizei auch weiterhin alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl der niederbayerischen Bevölkerung zu stärken. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung, der Politik und den Sicherheitsbehörden als Basis für eine gute Sicherheitslage in Niederbayern erforderlich, so Leitender Kriminaldirektor Mannichl.

Landrätin Rita Röhrl sicherte weiterhin ihre volle Unterstützung zu und bedankte sich abschließend für die aus ihrer Sicht hervorragende Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei.


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