26.11.2019, 10:58 Uhr

Das ist kein Spaß Radmutter am SUV gelockert - „Für mich ist das ein Mordversuch“


Vor Wochen prangte ein Aufkleber an der Scheibe des SUV – „Du stinkst für 3“ stand darauf zu lesen

ALTÖTTING. Inge Eberl ist stinksauer und kann es noch immer kaum fassen. Via Facebook machte sie ihrem Ärger schon am Sonntagvormittag Luft. „ACHTUNG – Hallo liebe Altöttinger und Landkreisbewohner. Ich wohne in der Georgenstrasse 24 und wir haben eben von unserem Nachbarn eine Radmutter vorbeigebracht bekommen, die in der Tiefgarageneinfahrt gelegen hat und bei unserem SUV RAV 4 vorne fehlt“, postete sie da. „Wir hatten auch schon einen Aufkleber auf dem Auto mit der ungefähren Aufschrift „Du stinkst für 3“ – weiß nimma ganz genau.“ Das Auto steht immer in der Tiefgarage, nur von Freitag auf Samstag stand der schwarze Wagen auf der Straße. Genau an der Stelle, wo auch vor ca. sechs Wochen der Aufkleber drauf war, als das Auto noch draußen auf der Straße geparkt war.

Weil diese Sache für die Altöttingerin kein Kinderstreich ist, war sie auch bei der Polizei. Doch die kann wenig machen, außer eine Anzeige gegen Unbekannt aufnehmen – mit wenig Aussicht auf einen Ermittlungserfolg.

Deshalb hat sie den Weg über Facebook gewählt und ihre Warnung wurde auch bereits rund 500 Mal geteilt und empört kommentiert. Wie Inge Eberl sind einige der Meinung, dass in Altötting und vielleicht auch im Landkreis irgendwelche Umweltfreaks unterwegs sind, die Radmuttern lösen. „Vor allem die SUV-Fahrer sollten ihre Räder öfter mal kontrollieren, das kann vielleicht Schlimmeres verhindern“, rät Inge. „Vielleicht wurden die Schrauber an dem Auto meines Lebensgefährten ja gestört und drum war nur eine Schraube raus.“

Auf alle Fälle kann es nicht sein, dass sich die Radmutter von selbst gelöst hat. Das Auto war schon im Oktober beim Reifenwechsel, es wurden schon wieder über 1.000 Kilometer draufgefahren. Und: Alle anderen Radmuttern saßen bombenfest! Eine davon ohne Werkzeug zu lösen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Dem Aufkleber vor ein paar Wochen hatte das Paar noch keine große Bedeutung zugemessen und ihn nach der ersten Überraschung weggeworfen.

Allerdings: „Das war ein richtiger Aufkleber, nicht nur ein spontan handgeschriebener Zettel“, betont Inge. „Den hat sich diese Person professionell machen lassen.“

Beim Lockerdrehen von Radmuttern hört sich für die Altöttingerin die Gaudi eindeutig auf: „Für mich ist das ein Mordversuch, da hätten sicher noch mehr rausgedreht werden sollen. Was da passieren kann.“

Auch wir vom Wochenblatt sind der Meinung, da ist Schluss mit lustig und der fleißig hinterher geplapperten Kritik an SUVs. Wer so etwas macht, muss bestraft werden. Falls Ihr, liebe Leser, an der Georgenstraße von Freitag auf Samstag etwas Verdächtiges beobachtet habt, oder falls auch Ihr einen Aufkleber am Auto hattet, meldet Euch bei uns. Vielleicht kann der hinterhältige Täter enttarnt werden – Tel. 08677-9630 oder christa.latta@wochenblatt.de


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