30.10.2019, 19:37 Uhr

Da klickten die Handschellen Flucht endet in einer Tankstelle

TACHERTING/ALTÖTTING. Eine wohnsitzlose 29-jährige Frau wurde seit September 2018 mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Landshut gesucht. Die gebürtige Altöttingerin wurde wegen mehrfachen Diebstahls zu einer Haftstrafe in Höhe von einem Jahr und vier Monaten rechtskräftig verurteilt. Weiterhin lag ein Haftbefehl wegen einer Ordnungswidrigkeit vor - Geldbuße oder ein Tag Haft. Dazu kommt noch eine Fahndung der Staatsanwaltschaft Landshut in einem laufenden Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernes vom Unfallort. Hier sind ihre Personalien zu erheben und ihr Aufenthaltsort zu ermitteln. Im vierten Fall besteht gegen die Frau eine Ausschreibung zur Sicherstellung ihres Führerscheins aus Rheinland-Pfalz.

Die 29-Jährige war seit ihrer Verurteilung im September 2018 untergetaucht und bei ihrem gemeldeten Wohnsitz in Niederbayern nicht mehr wohnhaft.

Ermittlungen der Polizeiinspektion Dingolfing im Oktober diesen Jahres ergaben konkrete Hinweise, dass sich die Gesuchte in den Bereichen Mühldorf oder Tacherting aufhalten könnte. Aus diesem Grund wurde die Zivile Einsatzgruppe der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein informiert. Die Fahndungsmaßnahmen nach der Frau wurden hier in enger Zusammenarbeit mit den Beamten der Polizeiinspektion Dingolfing abgestimmt, übernommen und intensiviert.

Die Gesuchte konnte Dienstagabend, 29. Oktober, von den zivilen Polizisten in Tacherting festgestellt werden. Trotz ihrer „Vermummung“, mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze, erkannten die Polizisten die Frau in einer Tankstelle in Emertsham/Tacherting. Die Überraschung war der Frau deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie ließ sich widerstandslos festnehmen und die Handschellen anlegen.

Nachdem die Frau aus polizielicher Sicht keine Unbekannte ist, unterstützten bei der Festnahme auch Streifen der Polizeiinspektion Trostberg und des Einsatzzuges Traunstein.

Sie kam zunächst in eine Arrestzelle der Polizeiinspektion Trostberg. Am Freitag, 30. Oktober, wurde die Frau letztendlich in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Den Haftbefehl mit der Geldbuße in Höhe von 68 Euro konnte sie mit der Bezahlung abwenden. Ihre Daten in Bezug auf das laufende Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfenern vom Unfallort wurden erhoben und werden der Staatsanwaltschaft Landshut übermittelt. Ihr Führerschein konnte nicht aufgefunden und sichergestellt werden.


0 Kommentare