11.06.2019, 15:43 Uhr

Sachen gibt´s Im Vollrausch das Polizeiauto mit Taxi verwechselt

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Statt nach Hause wurde der Fahrgast mit seinen vier Promille aber erst in die Dienststelle und dann ins Krankenhaus chauffiert.

BURGHAUSEN. Dass meist angetrunkene Bürger zu nächtlicher Stunde die Polizeistreife um den Gefallen bitten, sie doch als „Freund und Helfer“ nach Hause zu fahren, insbesondere weil sie sich selbst nicht mehr ans Steuer setzen wollen, kommt immer wieder vor, aber immer auch mit dem enttäuschenden Ergebnis, dass die Beamten zwar freundlich aber bestimmt ablehnen.

Das Risiko einer Absage wollte am Samstagnachmittag ein 40-Jähriger gar nicht erst eingehen und packte die Gelegenheit selbst beim Schopf: An der Einmündung vom Berliner Platz am Bahnhof in die Marktler Straße musste ein Beamter mit seinem Streifenwagen bei Rotlicht warten, und das nahm der stark angetrunkene Fußgänger als Einladung an einzusteigen. Allerdings mit Schwierigkeiten: Zum einen kämpfte er mit der verschlossenen hinteren Beifahrertüre, zum anderen waren Gang und Standfestigkeit deutlich beeinträchtigt. Der Mann konnte in dieser Verfassung zu seinem eigenen Schutz nicht mehr alleine gelassen werden. Und so schaffte er es doch noch, mit der Polizei zu fahren, allerdings bestimmte nicht er sondern der Fahrer das Ziel, nämlich zunächst geradewegs zur Dienststelle. Und da hatten die Beamten zu tun, auf die Identität des Mannes zu kommen, denn seine Mitwirkung hielt sich deutlich in Grenzen, bei über vier Promille Atemalkoholwert. Die letzte Fahrt trat er dann im Rettungswagen in Richtung Kreisklinik Burghausen an, eine Ausnüchterung auf der Dienststelle wäre nicht mehr zu verantworten gewesen.

R. Pfeffereder, PHK


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