27.05.2019, 13:50 Uhr

Streit, Wildbiesler, kein Radlklau Burghauser Mai-Wies´n startet friedlich

(Foto: Bayerische Polizei)(Foto: Bayerische Polizei)

Mit dem Start der Mai-Wies´n beginnen erfahrungsgemäß auch für die Polizei anstrengende und ereignisreiche Tage

BURGHAUSEN. Mit dem Auszug der Festwirte begann am Freitag, 24. Mai, um 18 Uhr, die 51. Burghauser Mai-Wies´n. Erfahrungsgemäß auch für die Polizei anstrengende und ereignisreiche Tage. Bis auf wenige kleinere Straftaten und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, startete die Maiwies´n aus polizeilicher Sicht aber recht friedlich.

Nach dem traditionellen Auszug der Festwirte am Freitagnachmittag hielten, bei bestem Wetter, viele Besucher die Schausteller und Bedienungen der Festzelte auf Trab. Aber auch für die Polizei der Inspektion Burghausen und der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein beginnen erfahrungsgemäß mit dem Anstich zehn arbeitsreiche Tage.

So geriet ein bereits getrennt lebendes Pärchen am Samstagabend im Festzelt derart in Streit, dass sie sich gegenseitig mit einer „Watsch´n“ und einem Maßkrugstoß ins Gesicht bedachten. Beide wurden bei dieser Auseinandersetzung nur leicht verletzt, müssen sich aber nun wegen Körperverletzung bzw. gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Ein 20-Jähriger aus Kastl geriet mit einem Sicherheitsdienstmitarbeiter Samstagnacht am Wies´n-Stadl in Streit. In Folge dessen nahm er den 29-jährigen Security sogar kurz in den Schwitzkasten, flüchtete aber dann. Nach seinem kurzen Fluchtversuch, bei dem der junge Mann auch noch einen Maschendrahtzaun beschädigte, wurde er von weiteren Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes festgehalten und der hinzugerufenen Polizei übergeben. Dem jungen Mann und einem weiteren, der sich trotz Platzverweises nicht vom Festplatz entfernen wollte, wurde ein Betretungsverbot für die Mai-Wies´n 2019 erteilt.

Obwohl sich die Stadt Burghausen und die Organisatoren der Mai-Wies´n größtmögliche Mühe gaben, auch in diesem Jahr die „Toilettendichte“ weiter auszubauen, schafften es doch wieder nicht alle bis auf ein WC und verrichteten ihre Geschäfte im Umfeld des Festgeländes. Dass das den Anwohnern gehörig stinkt, versteht sich wohl von selbst. Insgesamt neun „Wildbiesler“ wurden deshalb von der Polizei kontrolliert und beim Ordnungsamt der Stadt Burghausen angezeigt. Statt ein „Zehnerl“ für die Putzfrau, müssen die Erwischten nun ein Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro bezahlen.

Definitiv übertrieben haben es mehrere bislang Unbekannte Wie´n-Besucher, die am Samstag, 25. Mai, gegen 23 Uhr, zahlreiche Gullideckel an der Piracherstraße in Burghausen heraushoben. Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn nicht Zeugen, zusammen mit der alarmierten Polizei, die Deckel wieder eingesetzt hätten. Bei einer solchen Tat handelt es sich um einen sogenannten „Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“, der zu Recht mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Die sechs Täter wurden als „jung“ beschrieben. Eine von ihnen, ein junges Mädchen, trug ein Trachtendirndl. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen können sich bei der Inspektion Burghausen unter der Telefonnummer 08677/9691-0 melden.

Besonders freut es die Polizei, dass bis zum Montag noch kein Fahrraddiebstahl rund um das Festgelände angezeigt wurde. Diese in diesem Jahr erfreuliche Bilanz dürfte mit den von der Stadt angebrachten Fahrradständern vor und hinter dem Wies´n-Gelände zusammenhängen.


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