21.01.2019, 09:23 Uhr

Rettungskräfte im Dauereinsatz Brand einer Hackschnitzelheizung fordert Feuerwehren fast den ganzen Sonntag


16 Trupps unter schwerem Atemschutz löschten im Spänebunker Glutnester ab und schaufelten unter enormer körperlicher Anstrengung die Hackschnitzel heraus

HAIMING. Am Sonntagmorgen, 20. Januar, gegen 9 Uhr, hatte der Betreiber einer Hackschnitzelheizung an der Schloßstraße in Haiming Rauch aus dem Spänebunker bemerkt und über Notruf die Rettungskräfte informiert. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung erreichte die Freiwillige Feuerwehr Haiming die Einsatzstelle. „Beim Eintreffen der Feuerwehr war eine massive Rauchentwicklung aus dem unterirdischen Spänesilo der Hackschnitzelheizung festzustellen“, informiert Einsatzleiter Michael Auer. Offensichtliche Glutnester wurden sofort abgelöscht. Es zeichnete sich jedoch schnell ab, dass als einziges Mittel zur erfolgreichen Brandbekämpfung ein komplettes Räumen des Spänebunkers nötig war. Über die Integrierte Leitstelle Traunstein wurde ein spezieller Saugwagen angefordert, der aus dem Raum Wasserburg an die Einsatzstelle fuhr.

Ebenso war abzusehen, dass der weitere Verlauf des Einsatzes einen massiven Bedarf von Atemschutzgeräteträgern erforderte. Aus diesem Grund wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Piesing und Niedergottsau nachalarmiert. Zudem wurde die Freiwillige Feuerwehr Burghausen angefordert, die ein spezielles Be- und Entlüftungsgerät zur Entrauchung hat, um im Spänebunker die Sicht zu verbessern. Auch wurden von der Atemschutzpflegestelle in Burghausen weitere Atemluftflaschen an die Einsatzstelle gebracht. Insgesamt 16 Trupps unter schwerem Atemschutz löschten im Spänebunker Glutnester ab und schaufelten unter enormer körperlicher Anstrengung die Hackschnitzel in die Saugvorrichtung des Saugwagens.

An der Oberfläche wurden die Hackschnitzel dann mit einem Lader ausgebreitet und endgültig abgelöscht. Im Spänesilo musste der Unterboden geöffnet werden. Nach rund zehn Stunden ergab die Kontrolle mit der Wärmebildkamera, dass sich keine weiteren Glutnester mehr im Spänebunker befinden und die Einsatzstelle dem Betreiber übergeben werden kann. Neben ca. 60 Feuerwehrdienstleistenden war eine Unterstützungskraft der Kreisbrandinspektion, der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe Betreuung der BRK-Bereitschaft Burghausen im Einsatz, welche die Einsatzkräfte verpflegte.


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