08.01.2019, 16:00 Uhr

Hausfassade unter Beschuss Schäden durch Silvesterböller an Gendorfer Einfamilienhaus


Keinen guten Start ins neue Jahr gab es für ein Gendorfer Ehepaar: Ihr Haus wurde beschädigt

GENDORF. Die „Ballerei“ zu Silvesterstand heuer mehr noch als sonst in der Kritik: Die enorme Feinstaub-Belastung durch Feuerwerkskörper ist im Hinblick auf die leidige Diesel-Abgas-Misere ebenso ein Thema wie die Tatsache, dass der Lärm für Haus- und Wildtiere enormes Stresspotenzial birgt. Für das Ehepaar Groß aus der Gendorfer Mozartstraße war das diesjährige Feuerwerkstreiben vor allem eins: Ursache für einen riesigen Schaden.

Auf der Straße zu gehen war schon risikoreich

Eigentlich war der Silvesterabend für Therese und Alfred Groß gemütlich gestartet: „Wir waren auswärts zum Essen und haben um Mitternacht bei Nachbarn zum Gutes-Neujahr-Wünschen vorbei geschaut“, erzählt das Rentnerpaar. Die paar Meter über die Mozartstraße waren allerdings nicht ungefährlich: „Auf der Straße hat eine größere Gruppe von Leuten Raketen abgeschossen. Allerdings nicht nach oben in den Himmel, sondern die Straße entlang. Eine hat mich nur knapp verfehlt“, erinnert sich Alfred Groß mit Unbehagen.

Am Neujahrsmorgen machte ein Nachbar die Eheleute dann darauf aufmerksam, dass die Fassade ihres Hauses stark beschädigt wurde: „Die Vertäfelung wurde an mehreren Stellen durchlöchert. Unser Haus ist regelrecht beschossen worden“, sind Therese und Alfred Groß entsetzt.

Lapidare Entschuldigung nicht angenommen

„Wir wohnen nun seit 41 Jahren hier, haben hart gearbeitet, um uns das Haus leisten zu können, und immer alles in Ordnung gehalten. Und dann kommen solche charakterlosen Menschen daher und zerstören einfach mal so fremdes Eigentum ...“, stellt das Ehepaar fassungslos fest.

Natürlich hat Alfred Groß die Polizei gerufen und zwei Beamte der PI Altötting fotografierten den Schaden und nahmen seine Anzeige gegen unbekannt auf. „Als Teenager aus der Nachbarschaft am Neujahrstag gegen 14 Uhr wieder Feuerwerk zündeten, rief ein anderer Nachbar erneut die Polizei. Die Beamten redeten dann lange auf die Jugendlichen ein und der Bursche und das Mädel kamen schließlich zu uns und meinten, der Schaden am Haus täte ihnen leid.“ Diese „Entschuldigung“ nahm der Hausherr allerdings nicht an: „Einem Schaden von mehreren tausend Euro wird das schließlich nicht gerecht.“ Die Zwei haben nicht mal angeboten, den Müll aus dem Garten des Ehepaares einzusammeln ...

Natürlich haben die Geschädigten die Sache ihrer Gebäudeversicherung gemeldet. „Durch die Feiertage kann es aber noch dauern, bis ein Gutachter vor Ort kommt“, so Alfred Groß, der nur hofft, dass die Versicherung den Schaden übernimmt ...


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