27.09.2018, 09:32 Uhr

Wie grausam kann man sein Zwei hilflose Kätzchen ausgesetzt


Laut miauend haben die hungrigen Miezen eine Töginger Familie auf den Plan gerufen

TÖGING. Da hatten die zwei kleinen Kätzchen aber Glück. Nachdem sie zu Bett gegangen war, hörte ein 11-jähriges Mädchen in ihrem Zimmer die klagenden Laute einer Katze. Aufgeschreckt informierte sie ihre Eltern über die maunzende Babykatze. Im Licht einer Taschenlampe und der Straßenlaternen an der Isar- und Amperstraße wurde die Familie gegen 20.30 Uhr schließlich fündig.

„Wir hatten mit einer Katze gerechnet, dabei saßen da gleich zwei unter einem Busch und drückten sich ängstlich zusammen“, so die Mutter des aufmerksamen Mädchens. Sie schätzt das Alter der Katzen auf ca. sechs Wochen.

Die tierliebe Tögingerin ist entsetzt: „Wie kann man so etwas nur machen? Die Kleinen wurden mit einer Suppendose voll Wasser und einer Handvoll Trockenfutter ihrem Schicksal überlassen.“ Sie hat keine Ahnung, wie lange die Kätzchen auf der Straße saßen. Vermutet, dass sie erst am Freitagabend in der Nähe ihres Hauses ausgesetzt wurden – im Schutz der einbrechenden Dunkelheit.

Die beiden Fellnasen waren völlig ausgehungert und reagierten anfangs sogar etwas aggressiv auf die Einfangversuche. Eine ließ sich schließlich in eine Transportbox bugsieren, die andere wurde zentimeterweise mit Futter ins Haus gelockt.

Im Haus schlugen sich die Miezen erst einmal ihre kleinen Bäuche voll. Zur Freude der Finder sind die beiden stubenrein, gingen sofort aufs Katzenklo – das eigentlich dem kleinen Hündchen des Hauses gehört.

Es sieht so aus, als hätten die ausgesetzten Tiere ein neues Zuhause gefunden. Gleich am nächsten Tag besorgte die Familie katzengerechtes Futter und was Katzen sonst so brauchen. Ihre 11-jährige Retterin hat ihren „Findelkindern“ schon Namen gegeben – sie heißen jetzt „Schnucki“ und „Mausi“.

Sollte jemand etwas über den ursprünglichen Besitzer der Katzen wissen, kann er sich beim Wochenblatt melden, Tel. (08677) 963-0.


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