07.08.2018, 14:33 Uhr

Polizei forscht Unfallfahrer aus Auto aufs Dach gelegt - der Unfallfahrer ist gefunden

(Foto: Pressefoto Scharinger)(Foto: Pressefoto Scharinger)

Er hatte sich nach dem Unfall aus dem Staub gemacht - wohl wegen eines Schocks

BEZIRK BRAUNAU Der am Sonntag, 5. August, verunfallte und in der Folge vermisste Autofahrer konnte am 6. August gegen 9.35 Uhr von Polizeibeamten ausgeforscht und unversehrt an dessen Wohnadresse im Bezirk Braunau am Inn angetroffen werden.

Zum Unfallhergang gab er an, aufgrund überhöhter Geschwindigkeit mit seinem im Landkreis Altötting zugelassenen Auto ins Schleudern geraten und damit am Fahrbahnrand auf dem Dach gelandet zu sein. Auch eine geringe Menge Alkohol sei im Spiel gewesen. Seinen Angaben nach, habe er sich beim Verkehrsunfall nicht verletzt und sich selbstständig über das Fenster der Beifahrerseite aus dem Fahrzeug retten können.

Am Unfallort eintreffenden Ersthelfer gab er zu verstehen, dass er sozusagen alle angerufen habe, um somit zu verhindern, dass die Polizei verständigt werde.

In der Folge irrte er aufgrund eines nach eigenen Angaben erlittenen Unfallschocks im Wald umher und kam erst in der Dunkelheit zu Fuß an seiner Wohnadresse an.

Erst tags darauf wurde ihm klar, dass er einen Fehler gemacht habe. Noch bevor er die Polizei verständigen konnte, war diese bereits an seiner Wohnadresse und befragte ihn. Am Auto entstand Totalschaden. Anzeige wird erstattet.

Das war passiert - die Unfallmeldung von Montag:

Am Sonntag, 5. August, gegen 15 Uhr, wurde die Polizei über einen Verkehrsunfall auf der Gilgenberger Landesstraße L503, bei dem sich ein Auto mit Altöttinger Kennzeichen überschlagen hatte, alarmiert.

Beim Eintreffen am Unfallort konnte die Freiwillige Feuerwehr Hochburg ein stark beschädigtes, am Dach liegendes Auto am Fahrbahnrand vorgefunden werden.

Zu dem Auto führte eine ca. 83 Meter lange Schleuderspur am Asphalt. Durch die Feuerwehr Hochburg wurden sofort Bergemaßnahmen eingeleitet, es konnte jedoch keine Person mehr im Fahrzeug bzw. unter dem Fahrzeug vorgefunden werden.

Daher wurden die Durchsuchung der Unfallstelle vorbereitet und ein Einsatzstab mit der Feuerwehr, Rotem Kreuz und der Polizei vor Ort eingerichtet.

Es wurden auch der Polizeihubschrauber, die Rettungshundebrigade und örtliche Unterstützungskräfte zur Personensuche angefordert.

Während der laufenden Suche mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln und Kräften konnte eine Unfallzeugin ausgemacht werden.

Diese hatte den vermeintlichen Verunfallten und eine weitere Person, die kaum verletzt waren, gegen 14.30 Uhr bei dem verunfallten Auto gesehen und mit ihnen gesprochen. Sie teilten ihr in gebrochenem Deutsch mit, dass alles in Ordnung sei.

Aufgrund dieser Erkenntnisse und der Aussichtslosigkeit aufgrund keinerlei weiterer Spuren wurde die Personensuche und Einsatz um 17.30 Uhr abgebrochen.

Der Unfallverursacher ist weiterhin flüchtig. Weitere Ermittlungen folgen.


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