19.03.2018, 15:26 Uhr

Zu viele Fotos im Netz Fahnder ermitteln auf Facebook und Co.

(Foto: Bundespolizei )(Foto: Bundespolizei )

Falschaussage einer Frau wurde dank ihres öffentlichen Profils schnell als Lüge entlarvt

MARKTL. Sonntag, 18. März, kurz nach Mitternacht, nahmen die Burghauser Schleierfahnder an der B12 bei Marktl einen Kleintransporter mit auswärtigen deutschen Kennzeichen ins Visier.

Der Fahrer behauptete, sein Portemonnaie inklusive Ausweis und Führerschein zuhause vergessen zu haben. Auf Nachfrage gab er durchaus existierende Personalien an, verstrickte sich aber zunehmend in Widersprüche.

Die Beifahrerin betonte ausgiebig, dass es sich beim Fahrer des VW um ihren Schwager handeln würde, was den genannten Personalien entsprochen hätte. Dessen Bruder, also ihr Mann, wäre schlafend zuhause.

Bei der Klärung der Identität half dann ein Blick der Schleierfahnder in die Sozialen Netzwerke, denn die Beifahrerin hatte auf ihrem öffentlich zugänglichen Profil u.a. etliche Fotos mit ihrem Lebensgefährten gepostet, der freilich den Polizisten ganz offensichtlich in Natura gegenüber stand.

Erst auf der Dienststelle gab das Pärchen sein hartnäckiges Leugnen auf. Der Grund für die Angabe falscher Personalien wurde schnell klar, denn der 57-Jährige befand sich nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Gegen ihn erstatteten die Burghauser Schleierfahnder Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Und auch für seine Partnerin hat sich das Belügen der Polizei nicht gelohnt. Ihr winkt ebenfalls eine Anzeige und zwar wegen Strafvereitelung.


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