22.10.2020, 10:51 Uhr

Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst hat mehr verdient – Grüne Jugend Straubing fordert mehr Anerkennung

Sprachen sich für die Stärkung des Öffentlichen Dienstes aus: Leonhard Hoffmann, Natascha Luthner und Miriam Baumgartner von der Grünen Jugend sowie Hans Uwelius von ver.di Straubing. Foto: Grüne Jugend StraubingSprachen sich für die Stärkung des Öffentlichen Dienstes aus: Leonhard Hoffmann, Natascha Luthner und Miriam Baumgartner von der Grünen Jugend sowie Hans Uwelius von ver.di Straubing. Foto: Grüne Jugend Straubing

Über die aktuell laufende Tarifverhandlung des Öffentlichen Dienstes hat sich die Grüne Jugend Straubing bei einer gemeinsamen Sitzung mit Hans Uwelius vom ver.di-Ortsvorstand informiert. Natascha Luthner ging in ihrer Begrüßung darauf ein, dass sich unter dem Motto #wirverdienenmehr die Grüne Jugend in ganz Bayern mit den Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes und ihrer Forderung nach mehr Anerkennung solidarisiere.

Straubing. Darüber sehr erfreut führte Uwelius zu Beginn aus, warum gerade im Corona-Jahr für die Gewerkschaft eine Nullrunde ausgeschlossen sei. „In der Zeit der Pandemie hält der öffentliche Dienst und seine Beschäftigten die Gesellschaft zusammen. Klatschen allein hilft niemandem – schon gar nicht den Beschäftigten und der Konjunktur“, so Uwelius. Die vielfach geäußerte Wertschätzung und die Leistung in den systemrelevanten Bereichen müsse sich im Tarifergebnis niederschlagen.

Ver.di fordert 4,8 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro mehr, für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Durch dezentrale Warnstreikaktionen soll der Forderung vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde Nachdruck verliehen werden. Den hohen Stellenwert des öffentlichen Dienstes für das gesellschaftliche Zusammenleben betonte Leonhard Hoffmann. Es sei absolut legitim, dass die Beschäftigten nach ihrem überdurchschnittlichem Einsatz nun eine finanzielle Aufwertung einforderten. Gerade die sozialen Berufe leisteten enormes, bei einer vergleichsweise geringen Entlohnung.

„Der Staat nimmt gerade sehr viel Geld in die Hand, um die Wirtschaft zu stützen. Das Geld sollte auch bei den Gehältern ankommen“, unterstrich zum Schluss Miriam Baumgartner. Einig waren sich alle, dass es eine baldige Einigung geben solle und dafür die Arbeitgebervertretung der Gewerkschaft ein gutes Stück entgegenkommen müsse.


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