16.10.2020, 09:34 Uhr

Bis 1. November Haus-, Straßen- und Friedhofsammlung der Kriegsgräberfürsorge

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Der Bezirksverband Niederbayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. führt bis Sonntag, 1. November, seine jährliche Herbstsammlung durch, die das finanzielle Rückgrat der Kriegsgräberfürsorge bildet. Die Schirmherrschaft dafür im Landkreis Straubing-Bogen hat Landrat Josef Laumer erneut übernommen.

Landkreis Straubing-Bogen. Der gemeinnützige Verein wurde nach dem Ersten Weltkrieg von einer Bürgerinitiative gegründet. Aufgabe war und ist es, gefallenen deutschen Soldaten und Kriegstoten in aller Welt würdige Ruhestätten zu geben und diese als Mahnmale für den Frieden für kommende Generationen zu erhalten. Mittlerweile sind das 2,8 Millionen Gräber auf 832 Friedhöfen in 46 Staaten. Seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ hat der Volksbund in Ost-, Mittel-, und Südosteuropa die Gebeine von über 954.146 Gefallenen geborgen, die allermeisten identifiziert, auf mittlerweile 83 würdige Friedhöfe umgebettet und die Angehörigen informiert. Und noch immer werden jährlich mehr als 25.000 Umbettungen dieser Art durchgeführt.

Diese Arbeiten erfordern eine große finanzielle Anstrengung. Insbesondere in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ist dieser gemeinnützige, auf Spenden angewiesene Organisation vor besondere Herausforderungen gestellt. Im Rahmen von Jugendbegegnungsstätten und Workcamps werden alljährlich Tausende von Jugendlichen mit den Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft konfrontiert. Die Herbstsammlung bildet auch für diese Arbeit die finanzielle Basis.

Auch Landrat Josef Laumer bittet um Unterstützung: „Ich übernehme gerne die Schirmherrschaft für diese Spendenaktion und stehe vollkommen hinter dieser Organisation. Es ist wirklich toll, was diese Menschen leisten. Jeder sollte seinen Frieden finden können und mit Würde begraben werden und auch die Aufklärungsarbeiten dieses Bundes sind unerlässlich. Gerade in Zeiten von Corona sind genau diese Organisationen dringend auf Spenden angewiesen, um ihre Dienste fortführen zu können.“


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