13.08.2020, 12:22 Uhr

„Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ Städtebauförderprogramm – rund 10,7 Millionen Euro für 18 Gemeinden in Niederbayern

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Im Jahr 2020 wird eine umfangreiche Neustrukturierung der Städtebauförderung umgesetzt. „Mit den drei neuen Programmen machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher. Damit sind wir weiterhin ein verlässlicher Partner für die bayerischen Städte und Gemeinden“, so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer.

Niederbayern. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ leistet einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Innenentwicklung der Städte und Gemeinden. "Unser Ziel ist es, innerörtliche Flächenpotenziale zu mobilisieren. So wollen wir Leerstände beseitigen und auf Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen lebenswerte Quartiere gestalten“, so Schreyer weiter. Dieses Jahr erhalten 18 Städte und Gemeinden in Niederbayern Fördermittel in Höhe von 10,7 Millionen Euro.

Dank der Städtebauförderungsmittel kann dieses Jahr beispielsweise das Parkdeck am Geyersberg in der Stadt Freyung realisiert werden. Die neuen Stellplätze werden den touristisch geprägten Ortskern entlasten und der Gartenschau 2022 in Freyung zur Verfügung stehen. Auf dem Dach des Gebäudes plant die Stadt einen Aktivpark für ihre Bürgerinnen und Bürger. In der Stadt Vilshofen soll die Hauptstraße im Ortsteil Pleinting ein neues Gesicht bekommen. Nachdem bereits der Ortskern sowie der östliche Abschnitt der Hauptstraße umgestaltet wurden, soll nun auch der westliche Abschnitt aufgewertet werden. Eine schmalere Fahrbahn, schattige Bäume und großzügigere Gehwege statt vieler Autos werden das Straßenbild zukünftig prägen.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt bayernweit 242 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 68 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 100,1 Millionen Euro. Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2020 die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. Mit dem neuen Programm steht ein Förderinstrument zur Verfügung, mit dem gezielt Impulse für neue Entwicklungen gesetzt werden können.

Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung der von innerörtlichen naturnahen Flächen ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Fördermaßnahmen in Niederbayern

Bad Abbach, Ortskern, 80.000 Euro

Bayerisch Eisenstein, Grenzbahnhof-Gewerbebrachen, 240.000 Euro

Bodenmais, Ortskern, 60.000 Euro

Bogen, Altstadt, 480.000 Euro

Eging am See, Ortskern, 800.000 Euro

Freyung, Stadtkern, 4.200.000 Euro

Grafenau, Altstadt, 80.000 Euro

Hauzenberg, Ortskern und Holzwerkegelände, 400.000 Euro

Hinterschmiding, Ortsmitte, 80.000 Euro

Mallersdorf-Pfaffenberg, Brachflächenumnutzung Neue Mitte, 240.000 Euro

Obernzell, Ortskern, 80.000 Euro

Regen, Stadtkern, 30.000 Euro

Rottenburg an der Laaber, Kaserne-Ortskern-Bahnhof, 160.000 Euro

Rotthalmünster, Marktkern, 80.000 Euro

Ruhstorf an der Rott, Ortskern, 1.200.000 Euro

Spiegelau, Ortskern, 80.000 Euro

Vilshofen an der Donau, Innenstadt und Ortskern Pleinting, 2.400.000 Euro

Waldkirchen, Altstadt, 60.000 Euro


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