24.07.2020, 11:43 Uhr

Villa Jungmeier Denkmalpreis des Bezirks Niederbayern geht 2020 in die Stadt Straubing

Aufnahme der Villa Jungmeier nach der Instandsetzung. Foto: Franziska Schroedinger/Architekturbüro GartnerAufnahme der Villa Jungmeier nach der Instandsetzung. Foto: Franziska Schroedinger/Architekturbüro Gartner

Seit 2002 zeichnet der Bezirk Niederbayern Hauseigentümer für herausragende Leistungen bei der Erhaltung ihres Baudenkmals mit dem Denkmalpreis aus. In diesem Jahr kann sich das Ehepaar Dr. Rudolf Finkl und Annegret Finkl über die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für die vorbildliche Instandsetzung der Villa Jungmeier in Straubing freuen.

Straubing. Der einstimmige Beschluss wurde in der Sitzung des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses am Donnerstag, 23. Juli, unter dem Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl gefasst. Das Gremium folgte damit dem Vorschlag des Kulturreferats, für das Leitender Kulturdirektor und Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder verantwortlich zeichnet.

1903/04 erbaute das Straubinger Baugeschäft Franz Dendl für den Ziegelei-Fabrikbesitzer Fritz Jungmeier eine Villa mit Nebengebäude, Garten und Einfriedung an der Regensburger Straße – daher auch die Bezeichnung „Jungmeier-Villa“. Die Eheleute Finkl erwarben 2007 das für den Bau- und Wohnstil des gehobenen Bürgertums um 1900 typische Anwesen. Damals nicht als Baudenkmal eingetragen, war der nachträgliche Listeneintrag ganz im Sinne der neuen Eigentümer, die von Anbeginn den größtmöglichen Erhalt der Gebäude anstrebten. Während des gesamten Planungs- und Bauprozesses zeichnete sich das Ehepaar durch große Sensibilität und beispielgebendes Engagement aus. Beides bewiesen sie unter anderem durch ihre akribische Suche nach geeigneten Handwerksbetrieben und stimmigen Materialen, um historische Baustoffe wie Dachziegel, Kacheln oder Bodenbeläge stilgerecht zu ergänzen.

„Durch den unermüdlichen Einsatz von Dr. Rudolf und Annegret Finkl, die Fachkompetenz des Architekturbüros Gartner, der beteiligten Restauratoren und Handwerker sowie die beständige Abstimmung und Kooperation mit den Denkmalbehörden, ist eine Instandsetzung von höchster Qualität gelungen, die eine Auszeichnung mit dem Denkmalpreis verdient hat“, so Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl.

Unabhängig von der Auszeichnung eines einzelnen herausragenden Projekts mit dem Denkmalpreis fördert der Bezirk die Denkmalpflege. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Alljährlich stehen für denkmalpflegerische Maßnahmen 700.000 Euro im Bezirkshaushalt bereit.“ Die Preisverleihung wird vorbehaltlich der Corona-Entwicklung und unter Einhaltung der einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen am 13. September im Rahmen eines Festakts im Festsaal des Bezirksklinikums Mainkofen stattfinden.


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