24.04.2020, 13:17 Uhr

Telefonkonferenz CSU für „Urlaub in Niederbayern“-Tourismuskampagne

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Im Rahmen einer Telefonkonferenz hat sich der CSU-Bezirksvorstand Niederbayern am Mittwochabend, 23. April, mit den Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf den Regierungsbezirk beschäftigt.

Niederbayern. So dankte Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer der Bevölkerung für die große Unterstützung der Beschränkungen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen: „Disziplin, Rücksicht und Vernunft zeichnen die Niederbayern in dieser Krise aus.“ Auch die CSU ist in der Parteiarbeit bis auf weiteres eingeschränkt. Sämtliche Veranstaltungen sind bis über die Sommerpause hinaus abgesagt, einschließlich des im Juli geplanten Bezirksparteitags. Er soll im Herbst neu angesetzt werden. Sitzungen werden, soweit möglich, über Telefon- und Videokonferenzen abgehalten.

Unterstützung sei jetzt für alle betroffenen Unternehmen notwendig und wünschenswert, so der einhellige Tenor des Bezirksvorstandes. Dazu habe der Freistaat, die Bundesregierung und die EU finanzielle Hilfspakte auf den Weg gebracht. Dabei dürfen auch kleinere Wirtschaftszweige nicht übersehen werden. „Gerade die Absage der Volksfeste stellt beispielsweise unsere traditionsreichen Schaustellerfamilien, aber auch die regionalen Brauereien vor große Zukunftssorgen und es braucht hier zielgerichtete Unterstützung,“ unterstrich Staatsminister Bernd Sibler.

Die gesamte Automobilindustrie fahre mit angezogener Handbremse. Nach Auffassung des Bezirksvorstandes brauche es hier eine staatliche Motivationsunterstützung für den Neukauf speziell von sparsamen und umweltfreundlichen Fahrzeugen, von modernem Diesel- über Elektro- bis hin zum Erdgasantrieb. Probleme bereite der ostbayerischen Wirtschaft das Ausbleiben der Grenzpendler aus Tschechien. „Für unsere mittelständischen Betriebe sind die Bestimmungen bei der Ein- und Ausreise oft mit Schwierigkeiten verbunden und es besteht die Gefahr, Mitarbeiter aus Tschechien oder Polen zu verlieren“, sagte Peter Erl, Bezirksvorsitzender der Mittelstandsunion. Der künftige Passauer Landrat Raimund Kneidinger warb nachdrücklich für ein Betreiben auch der kleinen Grenzübergänge nach Österreich.

Große Sorgen bereitet dem CSU-Bezirksvorstand die Situation des Gastgewerbes und der Tourismusbranche. So freut sich die CSU Niederbayern einerseits, dass ihre bereits 2015 aufgestellte Forderung nach einem verminderten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie ab Juli für vorerst ein Jahr umgesetzt wird. Es brauche aber auch eine schnelle Unterstützung, damit die Betriebe die Phase bis zur Wiedereröffnung überleben können. „Wenn die Betriebe dann wieder laufen, ist das beste Konjunkturprogramm für unsere familiengeführten Hotels ein Urlaub in Niederbayern“, sagte Scheuer. „Dazu brauchen wir eine deutschlandweite Tourismuskampagne für unsere niederbayerische Urlaubsregion.“


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