14.03.2020, 20:02 Uhr

Bezirksversammlung Kfz-Gewerbe Niederbayern bestätigt Führungsspitze für den Landkreis Straubing

 Foto: Kfz Innung Niederbayern Foto: Kfz Innung Niederbayern

Auch in diesem Jahr lud die Kfz-Innung Niederbayern als Interessenvertreterin für 800 niederbayerische Mitgliedsbetriebe wieder zu ihren Bezirksversammlungen ein, so auch am 13. März für den Bezirk Straubing.

Straubing. Im Mittelpunkt der Versammlung stand heuer vor allem die Wahl der jeweiligen Bezirksmeister und deren Stellvertreter. In dieser wurde einstimmig die aktuell amtierende Führungsspitze bestätigt. Demzufolge bestätigte man Tobias Eckl, Rattenberg, als Bezirksmeister des Innungsbezirks Straubing. Als seine Stellvertreter wurden Günter Maier, Straubing und Gerhard Lichtinger, Geiselhöring, wiedergewählt.

Doch nicht nur die Bezirksmeister-Wahlen standen im Fokus der interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch das Thema „Zukunft des Kfz-Gewerbes“ beschäftigt die Betriebsvertreter, was besonders die rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigte. Trotz der vielen teilweise besorgniserregenden Nachrichtenmeldungen in der jüngsten Vergangenheit besteht jedoch aktuell kein Anlass zur Sorge. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf circa 3,6 Millionen Pkw an, auch der Gebrauchtwagenmarkt ist weiterhin stabil. „Der Fahrzeugbestand und damit auch das Marktpotential ist so hoch wie nie. Knapp 58 Millionen zugelassene Fahrzeuge und davon der größte Teil mit Verbrennermotor in Deutschland sprechen eine klare Sprache: Einen Umbruch von jetzt auf gleich wird es nicht geben. Viele Hersteller haben Modelle mit alternativen Antrieben angekündigt. Die nächsten Jahre tut sich hier sehr viel. Aber aktuell fehlen vielfach noch vollwertige bezahlbare Alternativen zu den herkömmlichen Antriebsformen für die Autofahrer“, so Josef Huber, Geschäftsführer der Kfz-Innung Niederbayern.

Trotz der vielversprechenden Aussichten für das Werkstattgeschäft der nächsten Jahre bereitet man sich dennoch schon jetzt umfassend auf neue Antriebsarten wie Wasserstoff und Elektro vor. „Sich vor den Veränderungen zu verschließen macht keinen Sinn. Deshalb bieten wir als Kfz-Innung Niederbayern schon seit einiger Zeit zahlreiche Schulungen beispielsweise zum Thema Hochvolt an. So können unsere Meisterbetriebe auch in Zukunft mit gewohnt hoher Qualität umfassende Servicearbeiten rund um die Mobilität bieten und leisten“, betont Bezirksmeister Tobias Eckl.

Aber nicht nur aktuelle Branchenberichte waren Inhalt der Bezirksversammlungen – Stephan Wollrab, technischer Leiter der Kfz-Innung, informierte die anwesenden Innungsmitglieder kompetent und detailliert zum Thema Abgasuntersuchung und Qualitätsmanagementsystem. Denn damit Werkstätten auch weiterhin Abgasuntersuchungen selbst durchführen dürfen, ist die Akkreditierung nach der hierfür zugrundeliegenden ISO 17020 unumgänglich. Um Klarheit in dieses komplexe Thema zu bringen, informierte der Referent die Betriebsvertreter umfassend und zeigte abschließend die vorliegenden Möglichkeiten zur Umsetzung der Regelung auf.

Außerdem referierte Verena Pietschmann, Referentin Beratung, Kommunikation, IT der Kfz-Innung Niederbayern, zur Thematik „Abmahnung im Arbeitsrecht“. Während des Vortrags wurden so gängige Mythen aufgedeckt, die bei der Handhabe als Tatsache in der täglichen Praxis die rechtliche Haltbarkeit von Abmahnungen gefährden. Anhand praxisnaher Beispiele wurde so die Thematik den Anwesenden greifbar vermittelt.


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