23.12.2019, 10:01 Uhr

Der Ruhepol verlässt die FüGK Franz Leibl war 42 Jahre in der Führungsgruppe Katastrophenschutz tätig

Franz Leibl (3. von links) wird anlässlich seines Ausscheidens aus der FüGK von Sachbearbeiter Jürgen Biermeier, Sachgebietsleiter Walter Bergmaier, Landrat Josef Laumer, Abteilungsleiterin Stephanie Aumer und Sachbearbeiter Helmut Steinbauer (von links) gewürdigt. (Foto: LRA)Franz Leibl (3. von links) wird anlässlich seines Ausscheidens aus der FüGK von Sachbearbeiter Jürgen Biermeier, Sachgebietsleiter Walter Bergmaier, Landrat Josef Laumer, Abteilungsleiterin Stephanie Aumer und Sachbearbeiter Helmut Steinbauer (von links) gewürdigt. (Foto: LRA)

Der Ruhepol verlässt die Führungsgruppe Katastrophenschutz – seit 42 Jahren war Franz Leibl, Verwaltungsangestellter am Landratsamt Straubing-Bogen, Mitglied der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK). Da er in Kürze in den Ruhestand geht, scheidet er nun auch aus dieser Position aus.

STRAUBING Zum Abschied aus der FüGK erhielt er aus den Händen von Landrat Josef Laumer eine Würdigung und ein Buchgeschenk von Regierungspräsident Rainer Haselbeck. „Ich hätte nicht gedacht, dass von dieser höchsten Stelle eine Würdigung für diese Tätigkeit kommt. Ich bin total überrascht, freue mich sehr und bin stolz darauf“, so Franz Leibl selbst.

Führungsgruppen Katastrophenschutz wurden bei allen bayerischen Katastrophenschutzbehörden (Kreisverwaltungsbehörden) zur Bewältigung der Aufgaben im Katastrophenfall gebildet. Sie setzt sich grundsätzlich aus Mitarbeitern der Behörde zusammen. Bei Bedarf wird sie lageabhängig erweitert durch Vertreter anderer Behörden und Einrichtungen, Einsatzorganisationen und Sachverständige. Als Mitglied in der FüGK seit 1977 war Franz Leibl das dienstälteste Mitglied. „Gerade in Katastrophen- und Krisensituationen ist es äußerst wichtig, ruhig und überlegt zu handeln. Sie waren in solchen Fällen ein Ruhepol, der gut, kompetent und ruhig agiert hat“, lobte Landrat Josef Laumer.

Mit drei Donauhochwassern und der Schneekatastrophe 2006 fielen vier Katastrophenfälle in die Zeit von Franz Leibl in der FüGK. Doch damit war es freilich nicht getan: Eine Vielzahl kleinerer Schadensereignisse unterhalb der Katastrophenfälle sowie Tierseuchen wie zum Beispiel die Vogelgrippe mussten abgearbeitet werden. Hinzu kommen zahlreichen Übungen. „Das ist eine Vielzahl von Tages-, Nacht- und Wochenendschichten“, betonte Landrat Laumer. Der zuständige Sachgebietsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Walter Bergmaier, unterstrich dies: „Es ist keine Selbstverständlichkeit eine solche Tätigkeit über den normalen Dienst hinaus zu übernehmen – und erst recht nicht, dies über 40 Jahre und an maßgeblicher Stelle zu tun.“ Jürgen Biermeier und Helmut Steinbauer, zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt, erinnerten sich an „viele Nachtschichten, die wir miteinander verbracht haben.“ Das Beeindruckende sei gewesen, so Steinbauer, „dass Franz Leibl immer sofort einsatzfähig war und von 0 auf 100 den Sachverhalt adaptiert hatte.“

Das lag natürlich auch an der langjährigen Erfahrung. Und gerade dieser Verlust trifft die FüGK – neben der menschlichen Komponente – hart. „Die fachliche Kompetenz und der Erfahrungsschatz, die der FüGK verloren gehen, sind mehr als bedauerlich“, macht die verantwortliche Abteilungsleiterin, Oberregierungsrätin Stephanie Aumer, deutlich.

Seiner Tätigkeit im Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt wird Franz Leibl noch einige Wochen nachgehen, ehe der Eintritt ins Rentenalter folgt. Auf die Zeit bei der FüGK blickt er unumwunden positiv zurück: „Es war eine sehr schöne Zeit und die Zusammenarbeit mit den Kollegen immer hervorragend.“


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