17.12.2019, 13:22 Uhr

Großes Geschenk und „Vergelt’s Gott“ Viel Freude bei der Jahresabschlussfeier des THW Bogen


Freudige Gesichter und aufrichtige Dankbarkeit – das spiegelte die Weihnachtsfeier des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Bogen im Gasthaus Zum Heinerl in Niederwinkling am Samstag, den 14. Dezember 2019 vielfältig wider. Neben zahlreichen Danksagungen, Ehrungen und Auszeichnungen ließ besonders das vorzeitige Weihnachtsgeschenk des Bundes an den Ortsverband (OV) die Augen der Bogener THWler leuchten.

BOGEN/NIEDERWINKLING Ortsbeauftragter (OB) Josef Feldmaier begrüßte zu Beginn alle Anwesenden, darunter den ersten Bürgermeister der Stadt Bogen, Franz Schedlbauer, Kreisbrandrat Albert Uttendorfer mit Gattin, sowie die beiden Vorsitzenden der THW-Helfervereinigung Bogen e.V., Hans Leidl und Robert Zitzlsberger jeweils mit Ehefrau. Auch über die Anwesenheit der beiden guten Seelen des OVs, Hildegard Greber und Anni Hafner, freute er sich sehr, ebenso über die vielen Helferinnen und Helfer, die Jugendlichen und die Partnerinnen und Partner der Mitglieder.

Eine Schweigeminute in Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen langjährigen Kameraden Georg „Schore“ Hilmer ließ alle Anwesenden innehalten und auch an die schwierigen Momente des vergangenen Jahres erinnern.

Im Anschluss daran ließ der OB das vergangene Jahr Revue passieren. Bereits am 11. Januar erhielt das THW Bogen den ersten Einsatzauftrag zur Bergung eines LKW bei Konzell. Der überregionale Schneekatastropheneinsatz in der Alpenregion hielt die Helferinnen und Helfer über mehrere Tage im Januar auf Trab. Doch auch im Landkreis Straubing-Bogen kümmerten sich die Bogener Einsatzkräfte um die Sicherheit der Bevölkerung nach starkem Schneefall z.B. in St. Englmar oder Elisabethszell. Am 19. Februar ereignete sich der nächste LKW-Unfall, diesmal waren 22 Tonnen Schweinefutter Höhe Furth bei Bogen aus einem ausgebrannten Sattelzug zu bergen. Erst vor wenigen Tagen unterstützte das THW Bogen die Bergung eines LKWs bei Gschwendt. Mehrere Fachberater-Alarmierungen blieben ohne Folgeeinsatz. Doch auch Veranstaltungen wie der 56. Bogener Faschingszug, der Bogener oder der Straubinger Volksfestauszug sowie Ausbildungen und Übungen gestalteten und prägten das THW-Jahr 2019.

Ganz im Zeichen 50 Jahre THW-Ortsverband Bogen standen im September der Festakt zur Gründung des OVs sowie das alljährliche Herbstfest, welches mit besonders guter Resonanz begangen werden konnte.

„Stand 06. Dezember habt ihr rund 12.000 erfasste Gesamtstunden geleistet. Die Einsatzstunden liegen bei 1.276, auf die Jugend entfallen 2019 1.339 Stunden“, berichtete Feldmaier stolz. „In Wirklichkeit dürften die Zahlen höher liegen, da ich weiß, dass viele auch einfach so für’s THW arbeiten, ohne sich einzustempeln oder sich in die Liste einzutragen“, fügte er hinzu. Er dankte den Aktiven für ihre Bereitschaft, sich auch 2019 wieder in zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen weiter qualifiziert zu haben: „Allen große Anerkennung, von klein bis groß, die für unseren THW-Ortsverband Bogen daheim und auswärts bei Ausbildungen, Übungen, Dienstbesprechungen, Seminaren, Einsätzen, Festen etc. in der Freizeit und damit ehrenamtlich tätig waren.“

Feldmaier wies darauf hin, dass die Planungen für 2020 bereits vertieft seien. Besonders dem Zugführer Florian Feicht sprach er seinen Dank für die Erstellung und Durchführung des Dienstplanes aus. Im Anschluss daran bat er die Ehrengäste um ihre Grußworte.

Der im Mai 2020 scheidende erste Bürgermeister der Stadt Bogen, Franz Schedlbauer, bedankte sich für die Einladung. Er sei gerne gekommen, so Schedlbauer, denn „ohne euch geht es nicht“. Er wolle Danke sagen für das ehrenamtliche Engagement und die gute Zusammenarbeit mit den „Freunden des THW Bogen“, so der Bürgermeister weiter. Die Adventszeit sei die Zeit, in der man gemeinsam zurückschaue auf das vergangene Jahr, aber auch eine Zeit, in der man auf das kommende Jahr vorausschaue. In seinen 18 Jahren Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bogen könne er nur sagen: „Was wären wir ohne das THW?“ Ob bei Schnee- oder Hochwasserkatastrophen, zahlreichen Unfällen oder den jährlichen Veranstaltungen in der Rautenstadt – er könne sich Bogen nicht ohne den THW-Ortsverband vorstellen, konstatierte er. „Es wird viel von den Helfern verlangt, aber eine gute Ausbildung ist die Grundvoraussetzung für sichere Einsätze. Und deshalb spreche ich euch ein herzliches Vergelt’s Gott für eure ehrenamtliches Engagement aus!“ Schedlbauer wünschte sich, auch 2020 – aber dann als Bürgermeister a.D. – wieder an der Jahresabschlussfeier „seines“ THW-Ortsverbandes teilnehmen zu dürfen.

Kreisbrandrat (KBR) Albert Uttendorfer schloss sich mit seinem Grußwort an. Er betonte die hervorragende Zusammenarbeit der Feuerwehren im Landkreis und dem THW Bogen, welche nicht selbstverständlich sei. „Wir sind alle eine Hilfsorganisation“, so Uttendorfer. „Unsere Freizeit opfern wir für die Bevölkerung und deren Sicherheit, mit Ausbildungen und Einsätzen. Freizeit, die man eigentlich bräuchte, um sich vom Arbeitsalltag zu erholen.“ Denn es gäbe nichts Schöneres, als jedem, der in Not ist, zu helfen, so der KBR. Er freue sich außerdem über die gute und umfangreiche Jugendarbeit, welche im THW Bogen betrieben werde. Denn es sei wichtig, dass den Kindern die „Grundsteine für ein anständiges Leben“ durch das ehrenamtliche Engagement nahegebracht würde, bekräftigte er. „Ich wünsche euch für die staade Zeit, dass es wirklich staad wird und ihr ein paar Tage zum Entspannen und Krafttanken habt“, so Uttendorfer.

Bevor er den Versammelten schöne Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie und einen guten Start ins neue Jahr wünschte, durfte der Ortsbeauftragte Josef Feldmaier noch ein von den THW-Bambini gefertigtes Vogelhäuschen dem neu „berufenen“ „Vogelbeauftragten“ und Schirrmeister Stefan Kötterl überreichen. Das Futterhäuschen soll den fedrigen Bewohnern der Obstbaumgalerie im Bogener THW-Garten einen Ort der Zusammenkunft und der gemeinsamen Nahrungsaufnahme in winterlichen Zeiten bieten.

Außerdem überreichte er der frisch gebackenen Mama Katrin Kampf – der Bogener Jugendbetreuerin – und ihrem Mann Sebastian ein kleines Präsent sowie die besten Glückwünsche der gesamten Mannschaft für den Nachwuchs.

Florian Pilhartz und Kevin Bronold (nicht anwesend) erhielten im Anschluss daran die Folgekarte der Bayerischen Ehrenamtskarte.

Für den Schnee-Einsatz 2019 wurden folgende Einsatzkräfte geehrt: Andreas Baumgärtner, Kevin Bronold, Benjamin Bründl (beide nicht anwesend), Florian Feicht, Johanna Fendl, Stefan Helmbrecht, Benjamin Hoffmann, Stefan Kötterl, Joachim Limbrunner, Dominik Peschke, Florian Pilhartz, Christina Richter, Julian Rothmann, Daniel Schedlbauer, Christina Schimmeck, Jonas Strohmaier sowie Tobias Zöllner (letzterer nicht anwesend). Ihnen allen überbrachte der Ortsbeauftragte den Dank und die Anerkennung des THW-Landesbeauftragten für Bayern, Dr. Fritz-Helge Voss, sowie des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und des Staatsministers des Innern, Joachim Herrmann.

Für zehn Jahre Mitgliedschaft im THW erhielten Matthias Hofmann (nicht anwesend) und Michael Urban eine Ehrenurkunde sowie die entsprechende Anstecknadel.

Bereits 20 Jahre im Dienst der Humanität waren Johanna Fendl, Stefan Helmbrecht, Stefan Kötterl und Florian Pilhartz tätig. Auch sie erhielten eine Ehrenurkunde und eine Anstecknadel sowie den besonderen Dank des Landesbeauftragten.

Dem Ortsbeauftragten fiel dann die bedeutende Aufgabe zu, den Einsatzkräften Kevin Bronold (nicht anwesend), Benjamin Hoffmann, Dominik Peschke, Christina Richter sowie Daniel Schedlbauer das Helferzeichen in Gold zu überreichen. Als besonderen Dank erhielt dabei Dominik Peschke von seinen Kameraden ein T-Shirt für sein Engagement in der Pflege des Obstgartens auf dem THW-Gelände.

Sascha Helmbrecht freute sich zusammen mit Johanna Fendl über die Auszeichnung mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung genossen alle die hervorragenden Speisen und Getränken des Gasthauses Zum Heinerl. Ein Jahresrückblick in Bildern, erstellt vom Zugführer Florian Feicht, führte dann noch einmal zu heiteren und vielleicht auch etwas nachdenklichen Erinnerungen an das Jahr 2019 mit all seinen Einsätzen und Diensten. Feicht war es dann auch, der den Helferinnen und Helfern die Nachricht von einem besonderen Weihnachtsgeschenk überbringen durfte: Ein nigelnagelneuer Gerätekraftwagen (GKW) für die Erste Bergungsgruppe war am 12. Dezember an den Ortsverband ausgegeben worden. Drei Helfer hatten das neue Fahrzeug an diesem Tag aus dem Werk des Herstellers abgeholt. Voller Freude durften alle den Neuzugang dann draußen vor dem Gasthaus empfangen und bewundern.

Das fulminante Nachspeisenbüffet mit kleinem Tischfeuerwerk rundete dann die Jahresabschlussfeier passend ab. Gemütlich und zufrieden, doch vor allem auch glücklich über das tolle Weihnachtsgeschenk ließ der Ortsverband den Abend ausklingen.


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