02.10.2019, 09:42 Uhr

Gesunkene Abrufzahlen der Automobilindustrie Wallstabe & Schneider meldet Kurzarbeit an

Für vier Arbeitstage im Oktober meldet der Dichtungshersteller Wallstabe & Schneider Kurzarbeit an. Das Unternehmen reagiert so auf die Konjunkturdelle in der Automobilindustrie. Betroffen davon sind rund 350 Mitarbeiter in der Fertigung, damit etwa die Hälfte der Beschäftigten.

NIEDERWINKLING Zuvor waren bereits andere Maßnahmen ergriffen worden, wie die Reduzierung der ohnehin niedrigen Leiharbeitnehmerquote und der Abbau von Stundenkonten. Dies reicht nun nicht mehr aus, um die Produktionsleistung an die schon seit einem Jahr schwächere Auftragslage anzupassen.

„Wir gehen diesen Schritt, um die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter heute und auch zukünftig zu sichern“, erklärt Technischer Geschäftsführer Kai Peters, „denn wir wollen jeden einzelnen an Bord behalten.“ Es ist nicht auszuschließen, dass an weiteren einzelnen Tagen Kurzarbeit erforderlich werden könnte.

Handelsstreitigkeiten, der Absatzeinbruch in China und das generell nachlassende Wirtschaftswachstum weltweit wirken sich negativ auf die Automobilindustrie aus, und das bekommen jetzt auch die Zulieferer zu spüren: „Nach neun Jahren mit durchschnittlich zweistelligem Wachstum erwarten wir für 2019 ein kleines Umsatzminus“, erklärt Geschäftsführender Gesellschafter Christian Wallstabe.

Der Ausblick sei jedoch stabil und eine weitere Konjunkturabschwächung aktuell nicht zu erkennen. Nächstes Jahr rechne man wieder mit einem kleinen Umsatzplus, so Wallstabe, der den Wachstumskurs des Familienunternehmens auf Dauer nicht gefährdet sieht.


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