25.09.2019, 08:32 Uhr

Wo die Phantasie geboren wird Politiker besuchen die Phantasiewerkstatt in Bogen

Viel zu sehen gab es für Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl (sitzend l.) und Bezirksrat Franz Schreyer (stehend 2. v. l.) in der Phantasiewerkstatt von (v. l.) Georg Fuchssteiner (2. v. r.), Lena Schellinger (l.) und Peter Herr (r.). (Foto: Lang/ Bezirk Niederbayern)Viel zu sehen gab es für Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl (sitzend l.) und Bezirksrat Franz Schreyer (stehend 2. v. l.) in der Phantasiewerkstatt von (v. l.) Georg Fuchssteiner (2. v. r.), Lena Schellinger (l.) und Peter Herr (r.). (Foto: Lang/ Bezirk Niederbayern)

Wo wird Phantasie geboren? Überall dort, wo sie willkommen ist – in der Phantasiewerkstatt in Bogen ist das der Fall, wie sich Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl und Bezirksrat Franz Schreyer vor kurzem selbst überzeugen konnten. Betrieben wird sie von Maler und Graphiker Georg Fuchssteiner, der Musikpädagogin Lena Schellinger und dem Produktdesigner und Modelleur Peter Herr.

BOGEN Als Vorsitzender des Kulturausschusses des Bezirks Niederbayern ist es Thomas Pröckl ein Anliegen, regelmäßig mit Künstlern der Region in Kontakt zu treten. „Auch um die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, welch hervorragende Kunstschaffende wir in Niederbayern haben.“ Georg Fuchssteiner hat sich vor allem in München einen Namen gemacht, wo er in einer renommierten Galerie ausstellt. Sein Ruf ist ihm vorausgeeilt und so wurde auch Thomas Pröckl auf ihn aufmerksam. Zuhause in Bogen, in der Phantasiewerkstatt, die in den Räumen der Keramikfabrik Herr untergebracht ist, widmet sich Fuchssteiner neben der eigenen Malerei vor allem den Veranstaltungen. „Wir organisieren derzeit viele Kindergeburtstage, aber auch allgemeine Kurse für Kinder und Erwachsene“, informierten die drei Künstler ihre Gäste. Gerade für Kinder sei es enorm wichtig, nicht nur die Kreativität zu aktivieren, sondern auch motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Die Bezirksvertreter waren gleich sehr angetan vom Konzept der Einrichtung, in der von einem riesigen Brennofen bis zur massiven Druckpresse jede Menge hochwertiger Werkzeuge zur Verfügung stehen.

„Am Anfang steht meist eine Geschichte, danach basteln wir Marionetten mit den Kindern, malen auf großen Leinwänden oder gestalten ein Theaterstück mit eigenen Kostümen“, so Lena Schellinger, die auf Wunsch auch Videodokumentationen erstellt. Es gibt nichts, das es nicht gibt – am Ende sollen vor allem ganz unterschiedliche Ergebnisse rauskommen. „Das ist der Unterschied zum Kunstunterricht in der Schule, wo wegen der Noten eher die Vergleichbarkeit das Ziel ist“, erklärt Fuchssteiner. Die Kinder sollen selbst ihre eigenen Ideen entwickeln und umsetzen. Für viele eine neue Erfahrung, da sie häufig ihre Freizeit passiv mit Medienkonsum verbringen.

„Was Sie hier machen ist eine Bereicherung für die gesamte Region und ein Paradebeispiel, wie man aktiv die künstlerische Ader von jungen Menschen ganz praktisch fördern kann“, lobte Thomas Pröckl. Auch Franz Schreyer zeigte sich beeindruckt, dass mehrere ehemalige Kursteilnehmer mittlerweile ein Kunststudium begonnen haben. Georg Fuchssteiner selbst hat bei Nikolaus Lang und Markus Oehlen an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert und erhielt kürzlich den „Preis der Bildenden Kunst“. Lena Schellinger absolvierte ein Lehramtsstudium für Musik und Deutsch und unterrichtet nicht nur an der Kreismusikschule Mitterfels, sondern auch an der Donau Wald Montessori-Schule in Bogen. Peter Herr ist Maler und Modelleur, pendelt zwischen Berlin und Bogen und arbeitet nach wie vor auch in der Keramikmanufaktur seines Vaters. Allen gemeinsam ist die Liebe zu Kunst, Kreativität und eben der Phantasie, der sie in ihrer Werkstatt keine Grenzen setzen wollen. „Genau das ist es, was es braucht, damit Kunst entstehen kann“, betonte der Bezirkstagsvizepräsident und wünschte der Phantasiewerkstatt noch viel Erfolg – vor allem viele begeisterte Kinder, die sich davon inspirieren lassen.


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