23.05.2019, 21:18 Uhr

„Sicherheit hat höchste Priorität“ Eltern-Haltestellen sollen das Verkehrschaos am Schulzentrum Bogen beenden

Die neuen Eltern-Haltestellen am Schulzentrum Bogen wurden am Donnerstag in Betrieb genommen (Foto: Landratsamt)Die neuen Eltern-Haltestellen am Schulzentrum Bogen wurden am Donnerstag in Betrieb genommen (Foto: Landratsamt)

Am Schulzentrum in Bogen wurden jetzt „Eltern-Haltestellen“ eingerichtet.

BOGEN Egal ob Politik, Verwaltung, Polizei oder Schulen – alle machten bei der offiziellen Inbetriebnahme der Eltern-Haltestellen am Donnerstag (23. Mai) am Schulzentrum Bogen deutlich, worum es ihnen gemeinsam geht: um mehr Verkehrssicherheit!

 

Mit zahlreichen Maßnahmen in den letzten beiden Jahren soll dieses Ziel erreicht werden. Mit der Installierung der Busaufsichten Anfang Mai und nun der Errichtung der Eltern-Haltestellen ist dieses Projekt zunächst einmal abgeschlossen. „Wir haben viel getan, denn die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler hat höchste Priorität“, so Landrat Josef Laumer. „Auch wenn wir natürlich alle wissen, dass es eine einhundertprozentige Sicherheit niemals geben wird.“

 

Die beiden Elternhaltestellen befinden sich hinter dem Heizhaus an der Pestalozzistraße in Bogen und am Parkplatz beim Waldfriedhof und sind ausgeschildert. „Sie durften nicht zu weit weg sein, aber auch nicht zu nah an den Schulen und müssen verkehrssicher sein“, nennt Rita Kienberger, Sachgebietsleiterin Verkehrswesen am Landratsamt Straubing-Bogen, die Kriterien bei der Ortssuche.

Bei der Inbetriebnahme gingen die Gäste den Weg vom Parkplatz zur Schule gleichmal selbst ab – und waren begeistert. „Es ist wirklich nur ein kurzer Weg. Vom Heizhaus aus fernab vom Straßenverkehr und vom Waldfriedhof geht es durch den Europapark gefahrlos über den Fußgängerüberweg in der Pestalozzistraße“, stellte Laumer die Vorteile heraus.

Nötig wurden die Eltern-Haltestellen durch die Unvernunft vieler Eltern, die unmittelbar am Schulzentrum mit seinen insgesamt mehr als 1.700 Schülern immer wieder für ein Chaos sorgten. „Privatfahrzeuge an den Haltestellen behinderten den Bussen die Einfahrt, es kam zu Wende- und Rangiermanövern und Fahrzeuge versperrten die Sicht beim Überqueren der Straße“, so Udo Meinhard von der Polizeiinspektion Bogen. „Ich habe die Hoffnung, dass die Eltern diese Neuerung nun gut annehmen, denn dann sind wir auf dem richtigen Weg.“ Im gesamten Bereich der Bushaltestellen am Schulzentrum und auch gegenüber herrscht nun ein absolutes Halteverbot, das die Polizeiinspektion Bogen auch immer wieder stichpunktartig kontrollieren wird.

 

Rita Kienberger hob die gute Zusammenarbeit aller Stellen hervor. „Es war eine Gemeinschaftsaktion von Stadt Bogen, Polizei, den Bauhöfen von Stadt und Landkreis, den Schulen und auch der ADAC Südbayern hat sich finanziell engagiert.“ Vorbild für die Eltern-Haltestellen war die Stadt Straubing, die gemeinsam mit der Gesundheitsregion Straubing bereits 2017 das Projekt „Mehr Sicherheit vor Grundschulen“ auf den Weg gebracht hat. „Im Sinne der gemeinsamen Region haben wir uns gerne dem Erscheinungsbild des Straubinger Projektes angeschlossen“, so Rita Kienberger. Sandra Krä, Projektleiterin der Stadt Straubing, freute sich, „dass unser Konzept den Weg nach Bogen gefunden hat. Das Verhältnis von Aufwand und Nutzen ist sehr gut. Wichtig ist, dass das Netzwerk auch weiterhin gut zusammenarbeitet.“

 

Mit einer Verbreiterung des Stichwegs, Beschilderung und Pfeilmarkierung zur Verdeutlichung wurden die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Eltern-Haltestellen in den letzten Wochen geschaffen, die Eltern zudem in Elternbriefen informiert. „Wenn wir uns alle an die Verkehrsregeln halten würden, bräuchten wir das gar nicht erst“, betonte Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer, der über die getroffenen Maßnahmen aber genauso froh war wie die Vertreter von Veit-Höser-Gymnasium, Ludmilla-Realschule und Herzog-Ludwig-Mittelschule.


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