30.04.2019, 09:39 Uhr

Hochwasserschutz im Raum Straubing „Ein Ringen um Lösungen“

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (2.v.re.) mit Straubings OB Markus Pannermayr (li.) und Kirchroths Bürgermeister Josef Wallner (2.v.li.) sowie Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag. (Foto: Casdorf)Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (2.v.re.) mit Straubings OB Markus Pannermayr (li.) und Kirchroths Bürgermeister Josef Wallner (2.v.li.) sowie Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag. (Foto: Casdorf)

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber informierte in Straubing über die Pläne zum Hochwasserschutz

Straubing. Der Hochwasserschutz an der Donau stand im Mittelpunkt eines Besuchs von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Montag in Straubing. Gegenüber Vertretern von Kommunen und Behörden erörterte Glauber im Landratsamt die Planungen der Staatsregierung. Es sei ihm wichtig, dass aus dem Kabinettsbeschluss vom Januar die „richtigen Schlussfolgerungen“ gezogen werden und nannte drei Punkte bei der Ausgestaltung des Hochwasserschutzes für die Region:

– Bei den Gewässern dritter Ordnung in der Zuständigkeit der Gemeinden herrsche Einigkeit, dass „wir mehr leisten können und müssen“, so Glauber und kündigte in diesem Zusammenhang ein neues Programm und die Prüfung einer „ordentlichen Förderquote“ an

– Bei den Gewässern erster und zweiter Ordnung (Zuständigkeit des Freistaats) steht das Thema HQ 100-Schutz (hundertjähriges Hochwasser) im Fokus. Glauber: „Wir warten auf den Bund, dass der zugesagte Bauabschnitt Deggendorf/Straubing endlich Realität wird.“ Zusätzlich 20 Millionen Euro sowie 20 zusätzliche Stellen an den niederbayerischen Wasserwirtschaftsämtern seien dafür bereitgestellt. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, um Baurecht zu schaffen, aber dazu brauchen wir jetzt die Bundesebene.“

– In Sachen Flutpolder kündigte Glauber an, das Staustufenmanagement und die Grundwassersituation zu beleuchten. Im Frühjahr 2020 würden die Ergebnisse der vertieften Untersuchung vorgelegt, „dann entscheiden wir, wie es weitergeht“, so Glauber. Bei der Öberauer Schleife in Straubing bezog der Minister klar Position: Die größere Variante (14 statt neun Millionen Kubikmeter Rückhaltevolumen) sei wichtig, um bei extremen Hochwasser „möglichst hohen Schutz, angefangen in Straubing zu bieten.“

Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr brachte den Hochwasserschutz am Schanzlweg und bei Reibersdorf zur Sprache. Er hoffe, dass mit dem Planfeststellungsbeschluss die notwendigen Maßnahmen „zeitnah umgesetzt werden“. Insgesamt sei das Gespräch mit den Beteiligten am Montag in angenehmer Atmosphäre verlaufen, erklärte Glauber abschließend. Es sei „ein Ringen um Lösungen. Das ist unser Job.“


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