05.04.2019, 09:11 Uhr

Treffen im Straubinger Hafen Den Grundstein für postfossile Zukunft legen

v.l.n.r.: Andreas Löffert, Geschäftsleiter ZVH; MdL Ruth Müller; Landrat Josef Laumer, stellv. Verbandsvorsitzender ZVH; Kreisrat Heinz Uekermann, Verbandsrat ZVH (Foto: Hafen Straubing-Sand)v.l.n.r.: Andreas Löffert, Geschäftsleiter ZVH; MdL Ruth Müller; Landrat Josef Laumer, stellv. Verbandsvorsitzender ZVH; Kreisrat Heinz Uekermann, Verbandsrat ZVH (Foto: Hafen Straubing-Sand)

MdL Ruth Müller informiert sich über vielfältige Aktionsfelsder.

STRAUBING Gemeinsam mit Landrat Josef Laumer und Kreisrat Heinz Uekermann informierte sich die Landshuter Landtagsabgeordnete über die vielfältigen Aktionsfelder des Hafen Straubing-Sand. Geschäftsführer Andreas Löffert stellte den Zweckverband Hafen Straubing-Sand vor und zeigte auf, welche Herausforderungen die Zukunft in Sachen Biotechnologie und nachhaltige Logistik bereit hält.

Zum einen war es ihm ein wichtiges Anliegen, für den Wassertransport in der Binnenschifffahrt eine Lanze zu brechen, da sie deutlich weniger CO²-Ausstoß produzieren und die Straßen-Infrastruktur entlasten. Straubing sei mittlerweile Deutschlands wachstumsstärkster Binnenhafen, erfuhr die Abgeordnete. 2017 habe man rund 800.000 Tonnen Güter verschifft, was deutlich über der einstmals errechneten Hafenkapazität von 600.000 Tonnen lag. Der trockene Sommer 2018 habe zu einem Einbruch auf nur noch 400.000 Tonnen geführt, so Löffert. Wegen des Donau-Ausbaus müsse kurzfristig auch das Hafenbecken tiefergelegt werden und hier hoffe man von Seiten des Zweckverbands auf Fördermittel von Bund und Land, gaben Landrat Laumer und Kreisrat Uekermann der Abgeordneten eine Hausaufgabe mit nach München. Denn nur so können ein wachsender Schiffsumschlag und die damit verbunden Arbeitsplätze gesichert werden.

Mittlerweile seien auf dem Gebiet des Hafen Straubing-Sand rund 3.000 Beschäftigte vorwiegend in den Bereichen Logistik, Transport und Industrie tätig und man habe so zahlreiche Arbeitsplätze schaffen können.

Die Region Straubing hat sich mittlerweile auch deutschlandweit einen Ruf als Impulsgeber im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe erworben. Dazu hat auch das Technologie- und Gründerzentrum beigetragen, das beispielsweise Start-ups die Möglichkeit bietet, neue Technologien zu erforschen und in Produktionsreife zu bringen. Mit der geplanten Erweiterung des Technologie- und Gründerzentrums sollen noch einmal Kapazitäten für rund 80 hochwertige neue Arbeitsplätze entstehen. Für eine verlässliche Planung fehlt dem Zweckverband im Moment allerdings noch die endgültige Zusage des „Gäuboden-Volksfest-Versprechens“ von Ministerpräsident Söder, der 2018 rund 15 Millionen Euro für die Erweiterung zugesagt hatte. Hier versprach Müller, auch noch einmal nachzuhaken.

„Unser Ziel ist es, entlang der Donau europaweit biobasierte Chemieerzeugnisse aus nachhaltig erzeugten Rohstoffen herzustellen und diese auf der umweltfreundlichen Wasserstraße zu transportieren“, so Löffert. „Mit Ihren Innovationen und Ideen leisten Sie einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung des Chemiestandorts Deutschland“, so Müller. „Wir wollen mit unseren Entwicklungen den Grundstein für die postfossile Zukunft legen“, bekräftigte Landrat Laumer das Ziel. Und auch deshalb arbeite man parteiübergreifend hervorragend zusammen, bedankte sich Heinz Uekermann und lobte auch den engen Schulterschluss zwischen Stadt und Landkreis Straubing-Bogen in dieser Angelegenheit.


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