25.03.2019, 15:40 Uhr

Landrat trifft Oberfeldarzt „Die Bundeswehr und der Landkreis, das gehört zusammen“

Oberfeldarzt Dr. Robert Töpsch, Stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Hauptfeldwebel Nicole Färber, Landrat Josef Laumer, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl, Oberstabsarzt Dr. Harald Fischer und Sachgebietsleiter Klaus Achatz (Sachgebiet Wirtschaft/Touristik/Kreisentwicklung am Landratsamt Straubing-Bogen, von links) bei der Besichtigung in der Gäubodenkaserne im zahnärztlichen Bereich. (Foto: Landratsamt)Oberfeldarzt Dr. Robert Töpsch, Stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Hauptfeldwebel Nicole Färber, Landrat Josef Laumer, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl, Oberstabsarzt Dr. Harald Fischer und Sachgebietsleiter Klaus Achatz (Sachgebiet Wirtschaft/Touristik/Kreisentwicklung am Landratsamt Straubing-Bogen, von links) bei der Besichtigung in der Gäubodenkaserne im zahnärztlichen Bereich. (Foto: Landratsamt)

Landrat Josef Laumer zu Besuch in der Gäubodenkaserne in Mitterharthausen bei Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl

FELDKIRCHEN Die allgemeinmedizinische und zahnärztliche Versorgung der Soldaten und die Integration der Bundeswehr in die Region – darum ging es bei einem Treffen zwischen Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl, dem Leiter des Sanitätsversorgungszentrums Feldkirchen, mit Landrat Josef Laumer und der Stellvertretenden Landrätin und Bürgermeisterin der Gemeinde Feldkirchen, Barbara Unger, in der Gäubodenkaserne in Mitterharthausen (Gemeinde Feldkirchen).

Dabei konnte Dr. Vogl im Beisein seines Vorgesetzten, des Leiters des Sanitätsunterstützungszentrum Kümmersbruck, Oberstarzt Dr. Harald Fischer, ein höchst positives Fazit über die öffentliche Wahrnehmung der Bundeswehr im Landkreis Straubing-Bogen ziehen. „Wir fühlen uns sehr wohl und gut aufgehoben im Landkreis und werden von den Gemeinden und dem Landratsamt in allen Bereichen bestens unterstützt. Ich kann wirklich sagen, dass aus meiner Sicht der Landkreis im Bundesvergleich ganz weit vorne steht.“ Worte, die Josef Laumer gerne hörte: „Wir genießen es, zwei solche Standorte wie Mitterharthausen und Bogen im Landkreis zu haben. Es herrscht ein großer Rückhalt in der Bevölkerung und bei allen Abgeordneten und politischen Mandatsträgern.“

Ein Erfolgsrezept ist dabei sicher das gute gegenseitige Miteinander. Denn nicht nur der Landkreis unterstützt die Bundeswehr mit ihren Soldatinnen und Soldaten. Es wird auch einiges zurückgegeben. Dr. Vogl erläutert, dass durch die Niederlassung von qualifizierten ehemaligen Sanitätsoffizieren und Reservisten als Hausärzte der Ärztemangel auf dem Land zumindest in Teilen aufgefangen werden konnte. So wurde beispielsweise in Sankt Englmar die hausärztliche Versorgung durch den ehemaligen Bundeswehrarzt Dr. Rene Jones fortgeführt. „Und ich kenne noch mindestens acht ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die mittlerweile als Allgemeinmediziner im Landkreis im Einsatz sind“, verdeutlichte Dr. Vogl. „Vergleichbares ist auch bei Zahnärzten zu sehen.“ Überhaupt arbeite man im Landkreis mit den zivilen Einrichtungen des Gesundheitswesens sehr gut und gerne zusammen. „Wir haben eine super Zusammenarbeit mit der Kreisklinik Bogen, die ja fast neben dem Kasernenzaun steht, und auch mit der Kreisklinik Mallersdorf, immer mit sehr guten Ergebnissen für die Gesundheit der uns anvertrauten Soldatinnen und Soldaten“, lobte der erfahrene, weiterbildungsbefugte Allgemeinmediziner die beiden Kreiskliniken. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der kreisfreien Stadt Straubing sehr positiv.

Überhaupt sei der Landkreis Straubing-Bogen bezüglich der öffentlichen Wahrnehmung und der öffentlichen Stimmung für die Bundeswehr nicht mit anderen Erfahrungen aus seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit zu vergleichen. „Wir sind bei Bevölkerung und Politik sehr gut verankert und in der Öffentlichkeit präsent.“ Dies mag – neben des Einsatzes unter anderem von MdB a.D. Ernst Hinsken – einer der entscheidenden Gründe sein, warum die Standorte in Bogen und Mitterharthausen von den Strukturreformen der Truppe in der Vergangenheit weit weniger betroffen waren, als Bundeswehrstandorte in anderen Regionen.

In einer kurzen Vortragspräsentation gab Dr. Vogl dem Landrat, der Bürgermeisterin und den Mitarbeitern des Landratsamtes einen Überblick über Struktur und Aufbau des Sanitätsversorgungszentrums Feldkirchen, über Auftrag und Versorgungsumfang (ca. 1.500 Soldaten in Bogen, Feldkirchen und Regensburg). Dabei stellte er die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen vor, die sich aus der aktuellen weltpolitischen Lage (z.B. Russland-Politik) ableiten. Auch ging Dr. Vogl auf die volle Weiterbildungsbefugnis für Allgemeinmedizin ein, welche er mit seinem Kollegen Oberfeldarzt Dr. Robert Töpsch ausübt und diverse Ausbildungsermächtigungen.

Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten des Sanitätsversorgungszentrums konnte sich die Delegation aus dem Landratsamt nicht nur von den modernen Gerätschaften im medizinischen und zahnärztlichen Bereich überzeugen, sondern es gab auch die Möglichkeit zum direkten Gespräch und Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch hier wurde deutlich, dass die Bundeswehr im gesellschaftlichen Leben des Landkreises bestens integriert ist. „Die Bundeswehr und die Soldatinnen und Soldaten gehören einfach zum Landkreis. Das gehört zusammen“, fand Josef Laumer das passende Schlusswort.


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