20.02.2019, 18:06 Uhr

Kundgebung vor der Straubinger JVA ver.di fordert bessere Bezahlung im öffentlichen Dienst

(Foto: ver.di)(Foto: ver.di)

Der Druck für die kommende Verhandlungsrunde soll erhöht werden.

STRAUBING Am heutigen Mittwoch organisierte ver.di eine Kundgebung zur laufenden Tarif- und Besoldungsrunde der Länder in Straubing an der mehr als 30 Beschäftigte der Justizvollzugsanstalt (JVA), des ver.di-Ortsvereins und Kollegen der GEW teilnahmen.

Als Redner traten Johann Jungtäubl, Vorsitzender des örtlichen Personalrats der JVA und ver.di Vertrauensmann, Sabine Gruber, Mitglied des Hauptpersonalrats und Vorsitzende der ver.di Landesfachgruppe Justiz/Justizvollzug, sowie Christoph Kittel, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, auf.

Die Aktion, die sich in eine Reihe weiterer betrieblicher Veranstaltungen einfügte, verfolgte laut Kittel zwei Ziele:

„Zum einen sollen die Kolleginnen und Kollegen für weitere Aktionen und Warnstreiks vor der kommenden Verhandlungsrunde mobilisiert werden. Das erhöht den leider notwendigen Druck.

Zum anderen sollen aber auch Vielfalt und gesellschaftliche Bedeutung der Tätigkeiten im öffentlichen Dienst in die Öffentlichkeit getragen werden.“

Johann Jungtäubl und Sabine Gruber referierten jeweils über die gewerkschaftlichen Forderungen an die Arbeitgeberseite und machten dabei klar:

„Der öffentliche Dienst muss dringend in sein Personal investieren! Der Mangel an Bewerbern in vielen Bereichen und der laufende Generationenwechsel verschärfen die Situation auch in Justiz und Justizvollzug. Konkurrenzfähige Einkommen und eine modernisierte Verdienststruktur könnten hier Besserung schaffen.“

„Es ist an der Zeit von vermeintlichen Kostenargumenten abzurücken und endlich ein würdiges Angebot auf den Tisch zu legen! Deswegen stehen wir heute hier.“ So Jungtäubl.

Hintergrund

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen von 6 Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 Euro sowie zusätzlich 300 Euro für die Pflegebeschäftigten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro. Zudem werden strukturelle Nachbesserung in der Entgeltordnung gefordert.

Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder am 6. und 7. Februar haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. ver.di ruft deshalb zu bundesweiten Warnstreiks und Protestaktionen bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 28. Februar auf.


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