31.01.2019, 10:33 Uhr

„seniormobil“ im Landkreis „Das Ziel, die Mobilität im Alter zu verbessern, wird erreicht“

Erstes Fazit vom „seniormobil“: Thomas Böhm, Richard Vaith (beide Sachgebiet Soziale Sicherung, ÖPNV am Landratsamt), Sachgebietsleiterin Brigitte Tschimmel und Landrat Josef Laumer (von links). (Foto: Landratsamt)Erstes Fazit vom „seniormobil“: Thomas Böhm, Richard Vaith (beide Sachgebiet Soziale Sicherung, ÖPNV am Landratsamt), Sachgebietsleiterin Brigitte Tschimmel und Landrat Josef Laumer (von links). (Foto: Landratsamt)

Im Juli letzten Jahres startete der Landkreis Straubing-Bogen das Projekt „seniormobil“ – jetzt zogen die Verantwortlichen ein erstes Fazit.

STRAUBING_BOGEN Wertschecks in Höhe von fast 9.000 Euro wurden in den ersten sechs Monaten des Projekts „seniormobil“ von Juli bis Dezember 2018 im Landkreis Straubing-Bogen verkauft. „Mit dieser Bilanz sind wir für den Anfang sehr zufrieden“, so Brigitte Tschimmel, Sachgebietsleiterin Soziale Sicherung/ÖPNV am Landratsamt Straubing-Bogen bei einem Pressegespräch. „Es war klar, dass das Projekt erst anlaufen und bekannt werden muss. Wir gehen von weiter ansteigenden Zahlen für das Jahr 2019 aus.“

Der Landkreis hat das Projekt „seniormobil“ im Juli 2018 für Personen ab 70 Jahren mit Hauptwohnsitz im Landkreis Straubing-Bogen gestartet. Bei den Gemeinden oder im Landratsamt können Wertschecks erworben werden, mit denen Fahrkarten des ÖPNV oder Taxifahrten bezahlt werden können, bei denen Start und/oder Ziel im Landkreis Straubing-Bogen liegen. Es müssen nur 50 Prozent des Kartenwertes bezahlt werden, den Rest übernimmt der Landkreis. Die Abrechnung erfolgt von den Verkehrs- und Taxiunternehmen sowie den Gemeinden direkt mit dem Landratsamt. Beteiligte Verkehrsunternehmen sind die Gäubodenbahn, alle VSL-Buslinien im Landkreis und der Bürgerbus der Gemeinde Feldkirchen. In ÖPNV-schwachen Zeiten von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 18 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages sowie an Samstagen, Sonntag und an Feiertagen sind die Wertschecks auch gültiges Zahlungsmittel bei den teilnehmenden Taxiunternehmen. Diese sind das Stadttaxi Bogen, das Taxiunternehmen Meindl in Haibach, Josef Bugl in Haselbach (bis 24 Uhr), Taxi Geiger in Schwarzach, Renner Reisen in Wiesenfelden, Taxi Viechtach, Rohrmüller-Buchner in Kirchroth und Straubing und die Straubinger Unternehmen Taxi-Mietwagen Kosa, Gäubodentaxi, Taxi Sprenger, City Express UG, Taxi 37. „Es ist sehr erfreulich, dass seit der Einführung bereits zwei Taxiunternehmen neu hinzugekommen sind“, erläutert Richard Vaith, zuständiger Sachbearbeiter am Landratsamt.

Auf das Taxi entfiel mit knapp 80 Prozent im ersten halben Jahr der Löwenanteil der Wertscheck-Ausgaben. „Das lässt aber keinen Rückschluss auf die Anzahl der Fahrten zu, denn natürlich ist in der Regel eine Taxifahrt mit mehr Kosten verbunden, als eine Fahrt mit Bus oder Bahn“, verdeutlicht Brigitte Tschimmel. „Deutlich zeigt es aber, dass das Ziel, die Mobilität im Alter zu verbessern, erreicht wird“, so Landrat Josef Laumer. Mehr als 50 Prozent der Wertschecks gingen an die Altersgruppe zwischen 70 und 79 Jahren. „Erfreulich ist aber, dass auch über 90-Jährige das Angebot nutzen“, ergänzt Laumer mit einem Blick auf die statistischen Zahlen. Und weiter: „Im ÖPNV ist viel in Bewegung, auch bei uns im Landkreis, wo jetzt der Arbeitskreis Fortschreibung Nahverkehrsplan seine Arbeit aufnimmt. Das Projekt seniormobil dient der Förderung und Unterstützung des ÖPNV und unserer Senioren und ist auch unter dem Aspekt Verkehrssicherheit zu sehen und ich hoffe, dass es weiterhin rege angenommen wird.“


0 Kommentare