07.08.2018, 16:11 Uhr

Rückendeckung für den Kreisbrandrat Feuerwehrführung zeigt demonstrativ Geschlossenheit

Die Führungskräfte der Landkreisfeuerwehr beim Kick-off im Landratsamt. Vorne sitzend KBI Markus Huber, KBI Werner Schmitzer, KBR Alfred Uttendorfer, Landrat Josef Laumer, Oberregierungsrätin Stephanie Aumer, KBI Markus Weber (von links) und hinten die Kreisbrandmeister und der FB Gefahrgut. Stehend ganz rechts Jürgen Biermeier, zuständiger Sachbearbeiter Feuerwehr am Landratsamt Straubing-Bogen. (Foto: Landratsamt)Die Führungskräfte der Landkreisfeuerwehr beim Kick-off im Landratsamt. Vorne sitzend KBI Markus Huber, KBI Werner Schmitzer, KBR Alfred Uttendorfer, Landrat Josef Laumer, Oberregierungsrätin Stephanie Aumer, KBI Markus Weber (von links) und hinten die Kreisbrandmeister und der FB Gefahrgut. Stehend ganz rechts Jürgen Biermeier, zuständiger Sachbearbeiter Feuerwehr am Landratsamt Straubing-Bogen. (Foto: Landratsamt)

Landrat Josef Laumer sieht die Feuerwehr für die Zukunft hervorragend aufgestellt.

STRAUBING-BOGEN Schlagkräftig und geschlossen – so präsentierten sich die Führungskräfte der Landkreis-Feuerwehr bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Amtszeit von Kreisbrandrat Albert Uttendorfer, die offiziell am 28. Juli begann.

Deutlich wurde dabei vor allem: die drei Kreisbrandinspektoren und zehn Kreisbrandmeister stehen geschlossen zu Kreisbrandrat Albert Uttendorfer und übten teils deutliche Kritik an den Vorgängen der jüngsten Vergangenheit. „Was Albert Uttendorfer in seiner ersten Amtszeit geleistet hat, ist der Wahnsinn. Diese Verdienste sind zuletzt völlig untergegangen und wurden null gewürdigt. Was auch der Familie angetan wurde, ist unglaublich“, machte Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer deutlich, der auch noch in anderen Punkten klare Worte fand: „Was da für Vorwürfe kommen, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich kann doch nicht schon vor einer Wahl das Fell des Bären verteilen. Nach der Wahl beginnt eine neue Amtsperiode mit neuen Voraussetzungen. Ich verstehe auch nicht, warum niemand von der Öffentlichkeit uns Kreisbrandinspektoren um unsere Meinung gefragt hat.“

Denn auch die Kreisbrandinspektoren Markus Huber und Markus Weber machten beim Kick-off im Landratsamt klar, dass die Entscheidungen von Kreisbrandrat Albert Uttendorfer mit ihrer Unterstützung, Zustimmung und nach Absprache getroffen wurden. „Es war keine alleinige Entscheidung des KBR“, so Markus Huber. „Das war mit den Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeistern abgesprochen und wir haben uns auch dem Landrat gegenüber entsprechend geäußert.“ Und Markus Weber ergänzte: „Wir stehen für Kameradschaft und ein ehrliches Miteinander und nicht für ein hinten rum.“

Wobei Kontinuität auch in der neuen sechsjährigen Amtszeit von Kreisbrandrat Albert Uttendorfer Trumpf ist. Denn mit Klaus Kerscher aus Bogen kam nur ein Kreisbrandmeister neu hinzu. Ansonsten schieden aus den Führungskräften der Landkreis-Feuerwehr nur drei Personen aus. Klaus Kerscher ist seit 20 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bogen und dort seit 1. Januar stellvertretender Kommandant. Kerscher, der insgesamt an einem Dutzend Lehrgängen und Sonderlehrgängen bereits teilgenommen hat, ist als Kreisbrandmeister für die Freiwilligen Feuerwehren Aufroth, Bogen, Bogenberg, Degernbach, Kirchroth, Kößnach, Münster, Niederachdorf, Oberalteich, Obermiethnach, Oberzeitldorn, Parkstetten, Pfelling, Pillnach, Pittrich, Pondorf, Reibersdorf und Steinach zuständig. In der neuen Aufteilung der Kreisbrandinspektionen – die bisherigen vier Inspektionsbereiche wurden zu gleichen Teilen gedrittelt – sehen die drei KBI´s keinerlei Probleme. „Es sind nicht mehr Aufgaben. Denn jeder KBI hat jetzt auch einen KBM mehr, deshalb teilt sich das auf“, so Markus Weber.

Rückendeckung für den alten und neuen Kreisbrandrat gab es aber nicht nur von sämtlichen anwesenden Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeistern, sondern auch von Landrat Josef Laumer. „Es liegen turbulente Wochen hinter uns“, so der Landrat. „Aber der KBR hat meine volle Rückendeckung und ich unterstütze ihn bei seinen Personalentscheidungen. Er braucht Vertrauen in seine Mannschaft und von seiner Mannschaft und deshalb kann und muss er sich sein Team auch selbst zusammenstellen.“

Landrat Josef Laumer blickte auch auf die vergangenen sechs Jahre der Amtszeit von KBR Albert Uttendorfer zurück. „In dieser Periode durfte ich seit Mai 2014 als gewählter Landrat rund vier Jahre Mitverantwortung tragen. Gottseidank musste ich dabei in dieser Zeit keinen K-Fall auslösen, wie dies bei meinem Vorgänger 2002, 2006 und 2013 der Fall war. Trotzdem waren es Jahre mit vielfältigen Anforderungen.“ Josef Laumer erinnerte dabei an die beiden Brände in der Brauerei Irlbach 2013, das Hochwasser 2013 – Ereignisse, die noch vor seiner Zeit als Landrat anfielen, den Großbrand bei Wiesenhof in Breitenweinzier bei Bogen 2015 und die Hochwasserlage im Juni 2016. „Wir sind damals mit einem blauen Auge davon gekommen. Gerade auch wegen der reibungslosen Koordination unter den Einsatzkräften und der guten Arbeit unserer Feuerwehren.“ Besonders positiv hob der Landrat auch die in den letzten Jahren deutlich verbesserte Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Landkreis-Feuerwehr hervor. „Das hat sich zum Beispiel bei den Bränden im Straubinger Rathaus, im Jugendzentrum und bei den Bombenentschärfungen gezeigt. Hier gilt mein Dank Albert Uttendorfer und Stadtbrandrat Stephan Bachl, die beide eng zusammenarbeiten und die Triebfedern für eine reibungslose und wirkungsvolle Arbeit zum Wohle aller sind. Es werden Synergieeffekte genutzt und das freut mich.“

Schon längst rücken die Feuerwehren nicht mehr nur gegen Brände aus. Auf einen Brand fallen rund fünf technische Hilfeleistungen. Oder wie es Landrat Josef Laumer ausdrückte: „Die Motorsäge, die Rettungsschere oder der Rettungsspreizer kommen teils mehr zum Einsatz als die Schläuche. Dies erfordert teilweise auch ein neues Ausbildungsprofil.“ Gerade im Bereich Ausbildung ist die Landkreis-Feuerwehr vorbildlich aufgestellt. „Dank Albert Uttendorfer sind wir da niederbayern-weit führend“, lobte KBI Werner Schmitzer. Albert Uttendorfer selbst nannte mit Schaummitteltraining, Motorsägenausbildung mit Holzverspannungssimulator Gruppenführerausbildung mit Planspielplatten, Technische Hilfeleistung-Ausbildung wo der Leitfaden zu 100 Prozent im Bezirk Niederbayern übernommen wurde, Fahrsicherheitstraining oder Psycho-sozialer Nachsorge einige der wichtigsten Ausbildungen der vergangenen Jahre.

Dass die vergangenen Wochen auch beim KBR Spuren hinterlassen hatten, wurde bei seiner Rede schnell deutlich. „Ich habe sehr viel einstecken müssen. Aber wenn jemand die Kameradschaft hintergeht, dann kämpfe ich.“ Der Applaus bei diesen Worten von den anwesenden KBI´s und KBM´s darf als deutliches Signal gewertet werden.

Nun freilich geht der Blick nach vorne. „Wir sind eine schlagkräftige Truppe und wir sind stolze Feuerwehrler, die zusammenarbeiten“, unterstrich Albert Uttendorfer, dass die Sachthemen im Vordergrund stehen. Da hat Landrat Josef Laumer keine Sorgen, dass die bisher gute Arbeit auch in Zukunft fortgesetzt werden wird: „Die Feuerwehr im Landkreis Straubing-Bogen ist eine verlässliche Truppe. Dafür danke ich allen. Der Landkreis unterstützt dies, hat deshalb die Fördersätze für Feuerwehrfahrzeuge in der letzten Periode angehoben und alleine heuer für Beschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen der Gemeinden 275.000 Euro in den Haushalt aufgenommen. Somit sind wir auch für die kommenden sechs Jahre wieder hervorragend aufgestellt.“


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