14.12.2017, 15:15 Uhr

Förderung vom Freistaat Bogen und Oberschneiding bekommen E-Tankstellen

Nusser-Geschäftsführer Hubertus Bader nimmt den Förderbescheid von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner entgegen. (Foto: Bragulla)Nusser-Geschäftsführer Hubertus Bader nimmt den Förderbescheid von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner entgegen. (Foto: Bragulla)

34 000 Euro Zuschuss für vier Ladesäulen.

BOGEN/OBERSCHNEIDING Die Nusser Mineralöl GmbH aus Straubing baut im kommenden Jahr zwei neue Tankstellen im Landkreis Straubing-Bogen und investiert dabei auch in den Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität. Für den Bau von insgesamt vier Ladesäulen (22 kW) mit Gesamtkosten von 132 000 Euro hat Nusser-Geschäftsführer Hubertus Bader heute von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München einen Förderbescheid über einen Zuschuss in Höhe von 34 000 Euro bekommen. Die staatliche Unterstützung fließt im Rahmen des Förderprogramms „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“.

Die erste Tankstelle wird im Gewerbegebiet Bärndorf der Stadt Bogen zwischen Bogen und Hunderdorf direkt neben der A 3 als 24-Stunden-Station errichtet. Die zweite Tankstelle wird im Gewerbegebiet der Gemeinde Oberschneiding direkt neben der B 20 zwischen Landau und Straubing entstehen. Beide Stationen sind als klassische Straßentankstellen mit mehreren Zapfsäulen für Autos und Lastwagen, einem großen Shop mit Bistro und Cafe geplant. Außerdem wird jeweils eine Autowaschanlage gebaut.

Für den weiteren Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos in der Region werden an beiden Tankstellen je zwei Ladesäulen errichtet, an denen jeweils zwei Fahrzeuge Strom tanken können. Der Freistaat Bayern fördert den Kauf der Ladesäulen und die Kosten für Aufbau, Stromversorgung und Netzanschluss. „Wir setzen uns grundsätzlich für die sinnvolle Nutzung von Energie ein und wollen darum unseren Beitrag zur Energie- und Mobilitätswende leisten, damit die Menschen vor Ort genügend Ladestationen für den Verkehr der Zukunft haben“, sagte Bader. In einem weiteren Schritt sollen an den neuen Tankstellen auch Elektro-Ladesäulen mit höherer Leistung von bis zu 140 kW gebaut werden. „Auch dafür schaffen wir jetzt schon die nötigen Voraussetzungen.“

Staatsministerin Aigner zog eine positive Bilanz zum Förderprogramm des Freistaats: „Die erste Tranche des Programms ist sehr erfolgreich gelaufen. Wir haben insgesamt 220 Anträge mit einem Volumen von gut zwei Millionen Euro bewilligt. Damit lösen wir Gesamtinvestitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro aus.“ Bis 2020 solle es in Bayern 7000 öffentlich zugängliche Ladesäulen geben. „436 werden jetzt bayernweit mit unserer Unterstützung zusätzlich errichtet. Das ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Elektromobilität.“ Anträge wurden von Kommunen ebenso gestellt, wie von Energieversorgern, mittelständischen Betrieben oder Bildungseinrichtungen. Die regionale Verteilung innerhalb des Freistaats sei insgesamt ausgewogen.

Wichtig ist laut Aigner aber nicht nur ein möglichst flächendeckendes Netz an Ladeinfrastruktur, sondern auch die Auffindbarkeit der Ladepunkte: „Mit dem Ladeatlas Bayern haben wir ein Tool entwickelt, das den Weg zur nächsten freien Ladesäule weist. Er liefert auch die Information, welche Technik dort zur Verfügung steht.“ Zudem verwies die Ministerin auf die Kompetenzstelle eMobilität bei Bayern Innovativ: „Damit haben wir einen zentralen Ansprechpartner etabliert, der bei allen Fragen rund um die Elektromobilität zur Verfügung steht. Das ist ein echter Standortvorteil für Bayern. Wir reden nicht nur über Elektromobilität, wir bewegen etwas.“

Der nächste Aufruf im Förderprogramm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“ wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 erfolgen.


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