29.11.2017, 13:57 Uhr

Planfeststellungsverfahren eingeleitet Die Ortsumgehung Mallersdorf nimmt Formen an

Die Ortsumfahrung Mallersdorf. (Foto: Regierung von Niederbayern)Die Ortsumfahrung Mallersdorf. (Foto: Regierung von Niederbayern)

Die Staatsstraße 2142 soll aus den Ortsteilen Mallersdorf und Pfaffenberg verlegt werden.

MALLERSDORF-PFAFFENBERG Im Gebiet des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg soll die Staatsstraße 2142 aus den Ortsteilen Mallersdorf und Pfaffenberg verlegt werden. Die Regierung von Niederbayern leitet dafür das Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung ein. Die Pläne werden im Markt Mallersdorf-Pfaffenberg öffentlich ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden ortsüblich bekannt gegeben. Durch die öffentliche Auslegung wird den Bürgerinnen und Bürgern sowie den beteiligten Fachstellen Gelegenheit gegeben, sich über die Planung zu informieren und Einwendungen zu erheben bzw. eine Stellungnahme abzugeben. Bei Bedarf findet anschließend ein Erörterungstermin statt.

Die Staatstraße 2142 beginnt im Landkreis Kelheim an der B 301 bei Elsendorf und verläuft in West-Ost-Richtung durch die Landkreise Kelheim, Landshut und Straubing-Bogen und endet bei Aiterhofen an der B 20. Sie stellt eine wichtige West-Ost-Verbindung zwischen den Bundesstraßen in Niederbayern dar und bindet insbesondere die Gemeinden des Labertals zwischen der B 20 und B 8 bei Straubing und der B 15 neu und B 15 alt bei Neufahrn i.NB an die überregionalen Verkehrsachsen an. Das Bauvorhaben ist im derzeit gültigen Ausbauplan für Staatsstraßen in Bayern in die erste Dringlichkeit eingestuft.

In den Ortsdurchfahrten von Mallersdorf und Pfaffenberg reicht die in weiten Teilen geschlossene Bebauung bis unmittelbar an die Straße. Zwischen den Ortsdurchfahrten liegen jeweils nur sehr kurze anbaufreie Strecken. Abbiegende und parkende Fahrzeuge, sowie Radfahrer und querende Fußgänger führen in den Ortsdurchfahrten zu zahlreichen Konflikten mit dem Durchgangsverkehr. Die weit überdurchschnittliche Verkehrsmenge hat für die Anwohner zudem erhöhte Lärm- und Abgasbelastungen zur Folge. Mit dem Bauvorhaben will das Staatliche Bauamt Passau die Ortsdurchfahrten deutlich vom Verkehr entlasten und die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität erhöhen. Für das Jahr 2030 sind für die Ortsumgehung Mallersdorf bis zu 4.800 Fahrzeuge pro Tag durchschnittliche Verkehrsmenge prognostiziert.

Das Bauvorhaben beginnt an der Einmündung der Kreisstraße SR 58 in die St 2142, etwa 500 m südwestlich von Pfaffenberg. Die Ortsumgehung überquert nördlich von Oberlindhart das Labertal und führt im südlichen Talbereich nördlich der Bebauung von Niederlindhart nach Osten, bis die Neubaustrecke vor der Ortsdurchfahrt von Ettersdorf in die bestehende St 2142 übergeht. Für die mit dem Ausbau verbundenen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind landschaftspflegerische Ausgleichs- und Gestaltungsmaßnahmen vorgesehen.

Die Planunterlagen sind auch im Internet einsehbar http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/3/planfeststellung_strassenrecht/neue_plafe/index.php. Maßgeblich ist der Inhalt der zur Einsichtnahme ausgelegten Unterlagen.


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