17.12.2020, 09:30 Uhr

Studie belegt Stadt Amberg und Amberg-Sulzbacher Land profitieren vom Tourismus

Zu Beginn des Jahres, noch vor der Corona-Pandemie, rührten Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny auf der Freizeitmesse in Nürnberg gemeinsam die Werbetrommel für das Amberg-Sulzbacher Land. Foto: Christine Hollederer/LRA Amberg-SulzbachZu Beginn des Jahres, noch vor der Corona-Pandemie, rührten Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny auf der Freizeitmesse in Nürnberg gemeinsam die Werbetrommel für das Amberg-Sulzbacher Land. Foto: Christine Hollederer/LRA Amberg-Sulzbach

Das Amberg-Sulzbacher Land und die Stadt Amberg sind und bleiben eine beliebte Urlaubsregion. 4,4 Millionen Tagestouristen haben der Landkreis und die Stadt im Jahr 2019 gezählt. Hinzu kommen 569.000 Übernachtungen, wie aus der aktuellen Studie der renommierten Münchener dwif-Consulting GmbH hervorgeht. Damit ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.

Landkreis Amberg-Sulzbach. Landrat Richard Reisinger, Oberbürgermeister Michael Cerny und die beiden Touristiker Hubert Zaremba (Landkreis Amberg-Sulzbach) und Heike Kober (Stadt Amberg) stellten die Studie nun im Detail vor. Der Tourismus wird laut Landrat Richard Reisinger nach wie vor unterschätzt. Dabei ist es fast schon atemberaubend, welche Umsätze mit Urlaubsgästen und Tagestouristen gemacht werden und welchen Nutzen die Region daraus ziehen kann. Laut Studie liegt der Bruttoumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Davon bringen die rund 600.000 Übernachtungsgäste rund 55,2 Millionen Euro in die Region, die Tagestouristen noch einmal 93,3 Millionen Euro. „Das sind gigantische Summen, von denen vor allem das Gastgewerbe und der Einzelhandel profitieren“, sagte Reisinger bei der Präsentation. In blanken Zahlen schöpft das Gastgewerbe aus den 148,5 Millionen Euro Bruttoumsatz exakt die Hälfte ab (74,8 Millionen Euro), der Einzelhandel rund ein Drittel 49,6 Millionen Euro; die übrigen 33,1 Millionen wandern in diverse Dienstleistungen.

„Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche, von dem viele weitere Wirtschaftsbereiche profitieren“, erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny. Deshalb zahlten sich Investitionen von Kommunen und Unternehmen in die tourismusbezogene Infrastruktur, konkrete Produkte und die touristische Vermarktung aus, wie auch die Touristiker des Amberg-Sulzbacher Landes wissen. „Der Tourismus bringt uns aber nicht nur Umsatz, sondern ist auch ein wichtiger Motor für den Arbeitsmarkt“, so Hubert Zaremba.

Umso wichtiger sei es, den Wirtschaftsfaktor Tourismus für die heimische Wirtschaft herauszuarbeiten. Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny hatten deshalb die Studie in Auftrag gegeben. Nach fünf Jahren war es laut Cerny an der Zeit, neue Zahlen zu generieren. Damals zählte die Studie 4,2 Millionen Tagestouristen, 541.000 Übernachtungsgäste und einen Bruttoumsatz von 140,7 Millionen Euro. „Wir haben uns also überall gesteigert“, freut sich Heike Kober, die Leiterin der Tourist-Information in Amberg. Auch ihr Landkreis-Kollege Hubert Zaremba ist begeistert von den neuen Zahlen, die, anders als die herkömmlichen Übernachtungszahlen, sämtliche Beherbergungsbetriebe auflistet, also auch Privatvermieter mit weniger als zehn Betten und Campingbetriebe. „Die Auslastung in den Übernachtungsbetrieben ist deutlich gestiegen“, erklärt Zaremba.

Besonders stolz sind die Touristiker über die Anstiege der Bruttoumsätze aus dem Übernachtungstourismus, dem Gastgewerbe und sonstigen Dienstleistungsbereichen. Hier liegen die Steigerungen gegenüber dem Jahr 2014 im zweistelligen Prozentbereich. Bei den Dienstleistungsbereichen ist es sogar ein Anstieg von 15,73 Prozent. 2020 wird sicher eine Delle in die Tourismuszahlen reißen. Das Ziel der Touristiker ist es, nach Corona wieder an die Zahlen von 2019 anzuknüpfen und im Idealfall sogar noch zu steigern. Die Voraussetzungen hierfür stehen sicher nicht schlecht, denn wie gesagt: Die Stadt Amberg und das Amberg-Sulzbacher Land sind und bleiben eine beliebte Urlaubsregion.


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