15.12.2020, 11:08 Uhr

Auktion Starke Nachfrage bei Zuchtrindern führt zu guten Preisen

Der Betrieb Pilz aus Oberwahrberg im Landkreis Regensburg stellte diesen natürlich hornlosen „Edelstein“-Sohn (Kat. Nr.: 2) vor, der zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. Foto: RZODer Betrieb Pilz aus Oberwahrberg im Landkreis Regensburg stellte diesen natürlich hornlosen „Edelstein“-Sohn (Kat. Nr.: 2) vor, der zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. Foto: RZO

Die Zuchtrinder-Auktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am Mittwoch, 9. Dezember, in Schwandorf war gekennzeichnet von einer sehr guten Nachfrage bei den weiblichen Großtieren und weiblichen Zuchtkälbern. Die Erlöse zogen bei allen Kategorien deutlich an.

Schwandorf. Mit zehn angebotenen Zuchtbullen war diesmal dieses Segment ausreichend beschickt. Die vorgestellten Bullen überzeugten meist mit sehr guter Entwicklung und hervorragenden Zuchtwerten. Der Spitzenbulle des Marktes – ein sehr gut entwickelter natürlich hornloser „Edelstein-Sohn“ – wurde zum Prüfeinsatz vom Besamungsverein Neustadt an der Aisch angekauft. Zwei hervorragende Jungbullen aus dem Anpaarungsprogramm wurden ebenfalls zum Prüfeinsatz an die Besamungsstation Neustadt an der Aisch überstellt. Für den Natursprung konnten darüber hinaus lediglich zwei weitere sehr gut entwickelte Jungbullen verkauft werden.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 47 Jungkühen und zwei Kühen mit mehr als einer Kalbung für die Jahreszeit zu gering beschickt. So war bereits zu Beginn der Versteigerung absehbar, dass die angebotenen Tiere nicht ausreichen würden, um alle Käuferwünsche zu erfüllen. Es entwickelte sich eine flotte Versteigerung. Die angebotenen Tiere überzeugten meist mit sehr guter Qualität. Besonders gefragt waren laufstallgeeignete Tiere mit guter Euteranlage. Selbst Tiere mit abfallender Qualität konnten diesmal -wenn auch zu verminderten Preisen − abgesetzt werden. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.767 Euro ein Durchschnittspreis, der um rund 150 Euro höher lag als bei der November-Auktion. Eine stärkere Beschickung des Marktes mit guten Tieren wäre wünschenswert.

Mit 94 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber diesmal nur knapp beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Deutlich verbessert gestaltete sich die Nachfrage. Es konnten trotzdem ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber zu guten Preisen abgesetzt werden. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen. Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 7. Dezember war geprägt von einer verbesserten Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 89 Kilo wurde ein Erlös von 5,10 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 412 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber findet in Schwandorf am Mittwoch, 13. Januar 2021, statt.


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