02.10.2020, 10:30 Uhr

Blindgänger Kampfmittelräumdienst im Einsatz – Bombenfund im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Bauarbeiter fanden am Freitag, 2. Oktober, gegen 7 Uhr, bei Rodungsarbeiten im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof einen weiteren Blindgänger. Polizei, Katastrophenschutz und Kampfmittelräumdienst sind im Einsatz vor Ort. Ob Anwohner ihre Häuser verlassen müssen, steht erst nach der Bewertung durch den Kampfmittelräumdienst fest.

Hof. Am Freitagmorgen, gegen 7 Uhr, wurde der Blindgänger entdeckt. Die Polizei, der Katastrophenschutz der Stadt Hof und der Kampfmittelräumdienst befinden sich im Einsatz vor Ort, nachdem die Mitarbeiter des städtischen Bauamtes diese verständigt haben und damit automatisch die Warnkette aktiviert wurde.

Ob Anwohner ihre Häuser verlassen müssen und in welchem Radius um den Fundort herum das Gebiet geräumt werden muss, steht noch nicht fest. „Dies ist abhängig von der Bewertung durch den Kampfmittelräumdienst“, sagt Herbert Groh, Fachbereichsleiter Tiefbau und Grünanlagen bei der Stadt Hof. So muss etwa festgestellt werden, um welchen Typ Fliegerbombe es sich handelt, in welchem Zustand sich diese befindet und wie tief diese im Boden liegt. Festgelegt wird der mögliche Evakuierungsradius in Absprache zwischen Polizei, Kampfmittelräumdienst und Katastrophenschutz.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger im Bebauungsgebiet Rosenbühl wurde im Juni dieses Jahres gefunden. Über weitere Entwicklungen wird die Stadt informieren.


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