10.09.2020, 13:18 Uhr

Zuchtvieh-Auktion Kühe weiterhin stark nachgefragt – verbesserte Preise bei weiblichen Zuchtkälbern

Der Betrieb Götz aus Großalfalterbach im Landkreis Neumarkt züchtete diesen natürlich hornlosen „Weißensee“-Sohn (Kategorienummer 1), der zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. Foto: RZODer Betrieb Götz aus Großalfalterbach im Landkreis Neumarkt züchtete diesen natürlich hornlosen „Weißensee“-Sohn (Kategorienummer 1), der zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. Foto: RZO

Die Zuchtrinder-Auktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am Mittwoch, 9. September, in Schwandorf war gekennzeichnet von einer sehr lebhaften Nachfrage bei den weiblichen Großtieren. Leicht verbessert gegenüber dem Vormonat gestalteten sich die Erlöse bei den weiblichen Zuchtkälbern.

Schwandorf. Bei den Zuchtbullen wurden diesmal acht hoffnungsvolle Jungbullen vorgestellt. Der Spitzenbulle des Marktes – ein natürlich hornloser „Weißensee-Sohn“ mit sehr guter Entwicklung – wurde zum Prüfeinsatz vom Besamungsverein Neustadt an der Aisch angekauft. Ein weiterer hervorragend typisierter „Dax“-Sohn wurde von der Bayern-Genetik GmbH ebenfalls für den Einsatz als Besamungsbulle erworben. Zwei weitere sehr gut entwickelte Jungbullen verrichten künftig ihre Dienste im Natursprung.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal erfreulicherweise etwas besser beschickt. Es wurden 60 frischmelkende Jungkühe, fünf Kühe mit mehr als einer Kalbung und eine Kalbin aufgetrieben. Trotz des größeren Angebots reichten die vorgestellten Tiere bei weitem nicht aus, um alle Käuferwünsche zu erfüllen. So mussten nach dem Ende der Auktion doch mehrere Kaufinteressenten die Heimreise ohne Tiere antreten. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit sehr guter Qualität. Es entwickelte sich eine sehr flotte Versteigerung, bei der die Angebote aber stets qualitätsbezogen abgegeben wurden.

Besonders gefragt waren laufstallgeeignete Tiere mit guter Euteranlage. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.714 Euro ein Durchschnittspreis, der nahezu gleich war wie bei der August-Auktion. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei 29,7 Kilo. Eine stärkere Beschickung des Marktes mit guten Tieren wäre wünschenswert.

Mit 101 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber diesmal durchschnittlich beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Die Nachfrage zeigte sich diesmal gegenüber der August-Auktion etwas verbessert. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am Montag, 7. September, war geprägt von einer guten Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 90 Kilo wurde ein Erlös von 5,99 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 486 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen. Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber findet in Schwandorf am Mittwoch, 7.Oktober, statt.


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