01.09.2020, 08:39 Uhr

Besuch in Landshut SPD-Generalsekretär fordert 50 neue Stellen pro Jahr für den Zoll

 Foto: BWZ der Bundesfinanzverwaltung Foto: BWZ der Bundesfinanzverwaltung

Nach den Corona-Ausbrüchen unter Erntehelfern und Metzgern hat der SPD-Innenexperte Uli Grötsch aus Waidhaus im Neustadt an der Waldnaab 50 neue Stellen pro Jahr für den Zoll in Bayern verlangt.

Waidhaus/Berlin. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Grötsch am Rande des Besuchs im Hauptzollamt Landshut am Montag, 31. August, die Behörden müssten „den Druck erhöhen, damit große Unternehmen der Fleischverarbeitung und der Landwirtschaft ihren Verpflichtungen nachkommen“. Grötsch ist Generalsekretär der bayerischen SPD und sitzt im Innenausschuss des Bundestags. Weiter sagte Grötsch, die vergangenen Tage hätten gezeigt, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei ist und bei der Sicherheit der Verbraucher und der Arbeitnehmer – so wörtlich – „enorme Defizite“ herrschen. Der Zoll, der für die Kontrolle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zuständig sei, werde nach Ansicht von Grötsch in den nächsten Jahren die Sicherheitsbehörde sein, die am stärksten wachsen wird. Den Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder kritisierte Grötsch mit den Worten, er „treibe Wahnsinn mit der eigenen Verwaltung“. Als Beispiel nannte Grötsch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das „die Suppe auslöffeln muss, die der oberste Dienstherr Söder eingebrockt hat“. Bayern habe die höchsten Corona-Zahlen in Deutschland und versuche nun, „die Seuche durch wildes Testen zu bekämpfen“. Dabei sei es besser, gezielt zu testen, sodass die Kapazitäten effizient eingesetzt werden.


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