19.08.2020, 11:47 Uhr

Energiewende voranbringen Staatssekretär Roland Weigert lobt Sonnenpark in Tännesberg und die dortige Bürgerbeteiligung

Bayerns Wirtschafts-Staatssekretär Roland Weigert informierte sich mit Abgeordneten Tobias Gotthardt in Tännesberg über den örtlichen Sonnenpark. Foto: Philipp SeitzBayerns Wirtschafts-Staatssekretär Roland Weigert informierte sich mit Abgeordneten Tobias Gotthardt in Tännesberg über den örtlichen Sonnenpark. Foto: Philipp Seitz

Die Energiewende und nachhaltige Erzeugung von Strom liegt dem Tännesberger Bürgermeister Ludwig Gürtler am Herzen. Nun hat der für Energie zuständige bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert auf Initiative des Abgeordneten Tobias Gotthardt Tännesberg besucht. Vor Ort machte sich der Staatssekretär ein Bild vom Sonnenpark in Tännesberg und informierte sich über das Projekt sowie Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung.

Tännesberg. Der Staatssekretär sprach Bürgermeister Gürtler und dem Markt Tännesberg ein großes Kompliment aus: „Bayern verfolgt konsequent den Ausbau der erneuerbaren Energie. Dazu braucht es engagierte Gemeinden wie Tännesberg, die die vorhandenen Potenziale nutzen.“ Gerade das Tännesberger-Modell, das auf einer interkommunalen Zusammenarbeit fußt und den Betroffenen vor Ort Beteiligungsmöglichkeiten biete, sei „wegweisend für eine gelingende dezentrale Bürger-Energiewende“.

Weigert griff den gemeinsamen Wunsch des Tännesberger Bürgermeisters Ludwig Gürtler und dessen Stellvertreter Werner Schärtl und Tobias Reichelt nach weiteren Gesprächen dankbar auf: „Mir ist es sehr wichtig, dass wir dieses Thema weiterhin engagiert und voller Kraft weiterverfolgen und die Bürger-Energiewende nachhaltig vorantreiben.“ Weigert kündigte hierzu an, dass es weitere, vertiefende Gespräche und einen runden Tisch, zu dem auch der Markt Tännesberg eingeladen werden soll, im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geben soll. „Mir ist es ein echtes Anliegen, hier zu vernetzen, Probleme aktiv anzusprechen und anzupacken, um die Energiewende weiter anzuschieben.“

Bürgermeister Gürtler, der 2009 und damit noch vor seiner eigenen Amtszeit die Initiative für den Sonnenpark ergriffen hatte, freut sich über den hohen Besuch aus München: „Es waren sehr konstruktive Gespräche, bei denen Weigert unsere Themen schnell aufgegriffen und auch aus seiner Sicht mögliche Lösungswege dargelegt hatte, wie wir auch vor Ort die Energiewende noch weiter voranbringen können.“ Der in Tännesberg erbaute Sonnenpark wurde bei der Eröffnung als mustergültig bezeichnet und könne als Beispielprojekt für eine gelingende Energiewende überzeugen. Sein Ziel sei es außerdem, bei einem Energiedialog in München Erfahrungen rund um das Projekt auszutauschen, betonte Bürgermeister Gürtler. Der örtliche Sonnenpark wurde gemeinschaftlich mit dem ZENO-Konzept aufgebaut, um den Sonnenpark und weitere Energieprojekte in regionaler Hand zu behalten. Der Sonnenpark erzeugt jährlich so viel Strom, um etwa 1.000 Vier-Personen-Haushalte damit zu versorgen.

Die „ZukunftsEnergieNordoberpfalz“ GmbH, kurz ZENO genannt, wurde am 23. Februar 2012 gegründet. Sie ist eine interkommunale Gemeinschaft, die Städten, Märkten und Gemeinden eine Plattform bietet, Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu verwirklichen und zu betreiben. Auch hierüber wird sich Staatssekretär Roland Weigert bei seinem Ortsbesuch informieren. Abgeordneter Tobias Gotthardt, Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags, sprach Bürgermeister Gürtler und der Biodiversitätsgemeinde Tännesberg hohe Anerkennung aus: „Der Sonnenpark in Tännesberg ist wirklich ein Lichtblick. Tännesberg ist für die Energiewende und den Artenschutz eine Vorzeigegemeinde, deren Initiativen wir bayernweit auch in den Fokus rücken sollten.“ Anschließend bat Bürgermeister Gürtler Staatssekretär Weigert, Abgeordneten Gotthardt, die Referenten Elvira Holzmayr und Philipp Seitz sowie weitere Gäste des Empfangs um einen Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde. Gürtler nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, Staatssekretär Weigert zu einem Folgetermin einzuladen.


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