04.08.2020, 12:30 Uhr

Tourismus Große Plakatkampagne wirbt um hessische Urlauber für das Amberg-Sulzbacher Land

Mit 100 dieser großflächigen Plakate (wie in den Plakat-Demos dargestellt) wirbt der Landkreis derzeit in der Hessenmetropole Frankfurt am Main um Urlaubsgäste für das Amberg-Sulzbacher Land. Foto: LRA Amberg-SulzbachMit 100 dieser großflächigen Plakate (wie in den Plakat-Demos dargestellt) wirbt der Landkreis derzeit in der Hessenmetropole Frankfurt am Main um Urlaubsgäste für das Amberg-Sulzbacher Land. Foto: LRA Amberg-Sulzbach

Dass der Inlandstourismus boomt, ist auch im Amberg-Sulzbacher Land spürbar. In diesem Sommer sind mehr Tagestouristen unterwegs als im vergangenen Jahr.

Landkreis Amberg-Sulzbach. „Es spricht sich rum, dass man im Landkreis viel unternehmen und sich hier gut erholen kann“, resümiert Landrat Richard Reisinger und freut sich über die steigende Zahl von Urlaubern, die den Landkreis für einen Kurztrip besuchen. Mit einer großen Plakatkampagne in Frankfurt am Main werben die Touristiker des Landkreises derweil um weitere Urlauber aus Hessen.

Über das gesamte Stadtgebiet der Hessenmetropole verteilen sich 100 meterhohe Plakatwände. In großen Lettern ist der Schriftzug „Wolkenkratzer“ zu lesen. Das Wort „Kratzer“ ist durchgestrichen, so dass der Betrachter nur noch „Wolken“ wahrnimmt sowie die betörend schöne Hügellandschaft des Hirschbachtals, die sich dahinter eröffnet. Ein zweiter Slogan lautet: „StadtLandFluss“. Hier ist der Wortteil „Stadt“ durchgestrichen, nur noch „LandFluss“ ist gut zu lesen. Mit diesen grafischen Gags versuchen die Macher den Nerv der Großstädter zu treffen, die nach dem Lockdown „nix wie raus aus der Stadt und ab ins Grüne“ wollen, erläutert Hubert Zaremba, Sachgebietsleiter für Marketing, Tourismus und Kultur am Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Die Internetadresse ist das nächste Gestaltungselement auf den Werbeplakaten, das die Hessen neugierig machen soll. Die Domain www.bayern-jenseits-der-alpen.de will gestresste Großstädter ansprechen, die keinen Bock auf steile Berge und überfüllte Wanderwege haben und lieber Bayern jenseits der Alpen erkunden möchten. „Kein Bock auf …?“ lautet das Leitmotiv der gesamten Kampagne, die mit weiterführenden Internetseiten wie „Kein Bock auf Einheitsbrei?“ oder „Kein Bock auf Italien?“ die Besucher stattdessen mit regionalen Spezialitäten und der „Bayerischen Toskana“ ins Amberg-Sulzbacher Land locken will.

Überhaupt scheinen die Werbemaßnahmen des Landkreises gut zu funktionieren. „Die Online-Buchungen steigen kontinuierlich“, bestätigt Tourismuschef Hubert Zaremba. „Zwar haben wir im ersten Halbjahr 2020 über das Ostbayernbuchungsprogramm weniger Buchungen verzeichnet als im Vergleichszeitraum 2019, was wir den corona-bedingten Beschränkungen zuschreiben“. Seit drei Jahren zeichne sich jedoch ein eindeutiger Trend nach oben ab.

Die Anzahl der Prospektanforderungen habe bislang sogar ungekannte Ausmaße angenommen – ein Indiz für das wachsende Interesse an einem Aktiv-Urlaub im Landkreis sowohl bei Gästen, die von außerhalb kommen, als auch von Landkreisbürgern, die ihre Heimat neu entdecken. Besonders beliebt sind demnach der Fünf-Flüsse-Radweg, der Jurasteig und die Höhlenwanderungen. Auch die Wirtshäuser in der Region füllen sich, freut sich Regina Wolfohr mit den hiesigen Wirtsleuten, die ihre Gäste – nicht nur aus Hessen – mit leckeren Brotzeiten in ländlicher Idylle verwöhnen.


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