20.07.2020, 14:57 Uhr

Neue Wege Modulare Truppausbildung wird digital – Feuerwehren im Inspektionsbereich Nord passen Grundausbildung online an

 Foto: Feuerwehr Landkreis Schwandorf Foto: Feuerwehr Landkreis Schwandorf

Gerade im Bereich der feuerwehrtechnischen Grundausbildung der sogenannten modularen Truppausbildung müssen sich die angehenden Floriansjünger sehr vielen praktischen und theoretischen Ausbildungsabenden unterziehen. Gerade die Ausbildung von Nachwuchskräften stellt in solchen Zeiten eine große Herausforderung dar.

Landkreis Schwandorf. Viele Grundausbildungslehrgänge beginnen meist im Herbst eines Jahres. Wie auch unter anderem die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehren Pfreimd, Weihern, Iffelsdorf und Pamsendorf. Dieser Lehrgang stand im Zeichen der Corona-Pandemie, was zu Beginn noch niemand ahnte. Bereits im Oktober 2019 starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Weiherner Feuerwehrgerätehaus mit dieser Ausbildung. Dabei werden die Ausbildungsabende abwechselnd durch die Führungskräfte der beteiligten Feuerwehren in den jeweiligen Feuerwehrgerätehäusern abgehalten.

Von Brandbekämpfung, Fahrzeugkunde bis hin zur technischen Hilfeleistung. Von der Theorie bis in die Praxis. Viele Lehrgänge werden so im Frühjahr mit der Zwischenprüfung abgeschlossen. Nachdem entsprechende Prüfungsterminen gefunden wurden, wurde die Ausbildung durch die eintretende Corona-Situation unterbrochen. Somit mussten die Ausbilder, aber auch die Führungskräfte des Landkreises neue Wege suchen, um zumindest den theoretischen Teil abschließen zu können. Der Bereich Nord (vorwiegend Altlandkreis Nabburg) der Kreisbrandinspektion im Landkreis Schwandorf mit den Kreisbrandmeistern Dieter Schweiger, Günther Ponnath, Helmut Schatz sowie Josef Lingl hat hier in der Krise einen neuen und zukunftsweisenden Weg gefunden.

Nachdem verschiedene Ausbildungen bereits online durchgeführt wurden, hat man die theoretische Prüfung auch digital über ein entsprechendes Webtool abgebildet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zunächst Zugang zu einem Online-Meeting-Room. Anschließend einen Zugang zum Prüfungsportal. Diese Prüfung kann vom Smartphone, Tablet oder auch vom Notebook gewählt werden, so die verantwortlichen Führungskräfte. Eingerichtet und gesteuert hat das Pilotprojekt Kreisbrandmeister Christian Demleitner. Dabei zeigte Demleitner besonders die Vorteile auf. Die Prüfung kann ohne großen Umschweif individuell eingerichtet werden. Dabei ist keine Registrierung notwendig. Auch die Auswertung erfolgt umgehend online und wird den Prüfern direkt angezeigt. Nachdem die beiden Pilotprojekte der Kreisbrandmeisterbereiche von Dieter Schweiger sowie Günther Ponnath erfolgreich abgeschlossen wurden, werden die Lehrgänge künftig entsprechend in digitaler Form und umweltbewusst abgenommen, dann hoffentlich wieder in Präsenzform. Jedoch müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den praktischen Prüfungsteil noch entsprechend absolvieren, so Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser.

Die MTA (modulare Truppausbildung) besteht aus zwei Teilen. Im Basismodul wird unter anderem das grundlegende Wissen aus den Bereichen Sprechfunk, Rechtsgrundlagen, Fahrzeug- und Gerätekunde, Erste Hilfe, Hilfeleistungseinsatz oder Löschangriff vermittelt. Am Ende wird eine Zwischenprüfung abgelegt, die der früheren Abschlussprüfung des Truppmann Teil 1 entspricht. Ab diesem Zeitpunkt dürfen sie mit zu Einsätzen. Danach legen sie die Abschlussprüfung ab und sind somit ausgebildete Truppführer und können somit weiterführende Lehrgänge besuchen.


0 Kommentare