23.06.2020, 13:12 Uhr

Politik Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen trifft sich beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf

Teilnehmer des 6. Treffens „Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen“. Foto: Institut für EnergietechnikTeilnehmer des 6. Treffens „Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen“. Foto: Institut für Energietechnik

Schwandorf. Das Energieeffizienz-Netzwerk trifft sich vier Mal im Jahr, um die Energiewende mit Engagement und Nachdruck voranzutreiben. Zum 6. Netzwertreffen lud der Landkreis Schwandorf am 16. Juni alle Vertreter der teilnehmenden Kommunen zum ZMS nach Schwandorf ein. Die Netzwerktreffen stehen immer unter einem Thema, das bestmöglich mit einer themenbezogenen Führung unterstrichen wird. Das Netzwerk wird sich in diesem Jahr noch zwei Mal treffen, einmal davon in Roth zum Thema Wärmenetze.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer wurden die aktuellen Projekte in den Kommunen/Landkreisen besprochen. In sechs Landkreisen wurden im Laufe der Netzwerkphase bereits Klärschlammkonzepte zusammen mit dem Institut für Energietechnik (IfE) erarbeitet. Ebenso wurden bereits sechs Energieaudits für verschiedenste Gebäude der teilnehmenden Landkreise durchgeführt.

Verbandsdirektor Thomas Knoll stellte persönlich den ZMS vor. Bereits 1979 schlossen sich neun Landkreise und fünf kreisfreie Städte zusammen, um einen gemeinsamen Zweckverband zur Beseitigung des Restmülls zu gründen. Zudem sollte ein Müllkraftwerk sowie ein Ferntransportsystem errichtet werden und so entstand damals der „Zweckverband Müllkraftwerk Schwandorf“. Seit der Änderung und Ergänzung des Aufgabenkatalogs im Jahre 1990 trägt der Verband nun den Namen „Zweckverband Müllverwertung Schwandorf”. Im Laufe der Jahre stießen noch weitere Teilnehmer hinzu, sodass der ZMS heute 17 Verbandsmitglieder umfasst. Mittlerweile wird der Restmüll von rund 1.856.000 Bürgerinnen und Bürger durch das Müllkraftwerk Schwandorf entsorgt. Das Kraftwerk ist 365 Tage im Jahr besetzt, um einerseits die Abfälle aus dem Verbandsgebiet zu entsorgen und andererseits die benachbarte Industrie mit Strom und Dampf zu versorgen. Zudem wird hier Strom für das öffentliche Netz erzeugt und die Wärme für die städtische Fernwärmeversorgung geliefert. Wenn alle Öfen der Müllverwertungsanlage laufen, werden in einer Stunde 60 Tonnen Müll verwertet.

Am Ende konnten sich die Teilnehmer im Rahmen einer Führung unter der Leitung Knolls einen Eindruck der gesamten Anlage verschaffen.


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