02.04.2020, 12:09 Uhr

Wirtschaft „Schwandorf hält zusammen“ – Unternehmen erleben große Solidarität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter

„Die Unternehmen in der Region erleben eine große Solidarität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Hubert Döpfer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Schwandorf. Foto: Stefan Hanke„Die Unternehmen in der Region erleben eine große Solidarität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Hubert Döpfer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Schwandorf. Foto: Stefan Hanke

Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben steht aufgrund der Corona-Krise weitgehend still. Die ostbayerische Wirtschaft trifft die Pandemie über alle Branchen hinweg und mit voller Härte. Auch in der Region Schwandorf erwarten die Unternehmen deutliche Einbrüche.

Landkreis Schwandorf. Bund und Länder haben ein beispielloses Hilfspaket geschnürt, um die Betriebe angesichts der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg zu unterstützen. Direkte Soforthilfen oder die Aussetzung von Steuerzahlungen sollen dafür sorgen, dass jeder – vom Soloselbstständigen bis zum Global Player – seine laufenden Kosten bestreiten kann und die heimische Wirtschaft so vor einer Pleitewelle bewahrt wird. Was Mut macht: Die Menschen in Schwandorf halten fest zusammen.

Mitarbeiter bleiben Herzstück der Unternehmen

Das bestätigt Hubert Döpfer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Schwandorf: „Die Unternehmen in der Region erleben eine große Solidarität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Diese herausfordernde Zeit zeige ebenfalls die Anpassungsfähigkeit und Stärken der regionalen Wirtschaft auf. New Work und digitales Co-Working haben sich in den letzten Wochen rasant entwickelt. Angesichts der aktuellen Situation setzen die Betriebe alles daran, um die Beschäftigung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Teams zu schaffen. Wo möglich, seien die Mitarbeiter flexibel und gerne bereit, im Home Office zu arbeiten, betont Döpfer. In Zeiten, in denen Zuhause arbeiten auch ein Stück weit Sicherheit bedeute, zeige sich, wie wichtig die digitale Infrastruktur und ihr konsequenter Ausbau sei. Auch die Möglichkeit zur Kurzarbeit werde umfassend genutzt, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Pragmatische Strategien nötig

Trotz allem bleibe es ein Wettrennen mit der Zeit, so Döpfer. Das Rettungspaket für die Unternehmen könne nur ein erster Schritt sein. Für einen schnellen Wiederaufschwung nach der Krise brauche es Initialzündungen des Staates für die Wirtschaft, zum Beispiel in Form steuerlicher Anreize sowie pragmatische Strategien. Wie diese aussehen können, darüber müssen sich alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon jetzt Gedanken machen – auch wenn niemand genau weiß, wann das öffentliche Leben wieder hochgefahren werden kann. Die IHK unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe über Experten-Hotlines und einem breiten Informationsangebot unter www.ihk-regensburg.de/corona.


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