21.02.2020, 12:36 Uhr

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny zeigt sich entsetzt über die Tat in Hanau

 Foto: Stadt Amberg Foto: Stadt Amberg

Entsetzt und fassungslos zeigt sich Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny angesichts der schrecklichen Tat in Hanau, bei der – den Täter eingeschlossen – insgesamt elf Menschen ums Leben gekommen sind.

Amberg. „Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten, wir wünschen ihnen viel Kraft und Beistand in dieser schweren Zeit“, betont er und bezieht dabei auch seine Kolleginnen und Kollegen des Amberger Stadtrates mit ein.

Aus diesem Grund ist diese ausländerfeindliche Tat für OB Michael Cerny auch der Anlass, noch einmal an das Bekenntnis zu erinnern, das das gesamte Gremium im Oktober 2018 abgegeben hat. „Ausgrenzung und Hass dürfen bei uns keinen Platz finden“, heißt es in dieser Erklärung, die der Stadtrat seinerzeit nach einer internen Diskussion mit allen Fraktionen und Gruppierungen gemeinsam abgegeben hat.

„Daran möchte ich anknüpfen und nochmals deutlich machen, wie wichtig es ist, dass wir uns zu den demokratischen, rechtlichen und sozialen Grundwerten unseres Staates bekennen und uns gegen alles wenden, was diese angreift und erschüttert“, so der Amberger Oberbürgermeister. Denn offensichtlich hat sich dieser Täter, auch wenn in seinem Fall zusätzlich psychische Probleme eine Rolle spielten, von populistischen und rechtsextremistischen Aussagen anderer beeinflussen und zu diesem sinnlosen Tun verleiten lassen.

„Wer selbst in Parlamenten öffentlich mit rassistischen Äußerungen zündelt, wird so zum Wegbereiter von Gewalt und Terror “, macht OB Michael Cerny deutlich und stellt fest, dass „wir für ein weltoffenes, soziales, solidarisches und friedliches Miteinander stehen, in dem die Menschenwürde jedes einzelnen das höchste Gut ist“. Dass diese eigentlich doch so selbstverständliche Haltung offenbar nicht von allen geteilt werde und damit zu sinnlosem Leid bei unschuldigen Menschen führe, sei unfassbar und hinterlasse nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch in der Gesellschaft große Wunden.


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