11.02.2020, 16:33 Uhr

Zuchtviehauktion Qualität bei Kühen gefragt — verhaltene Kälberpreise

Vom Betrieb Wendl aus Kemnath im Landkreis Schwandorf wurde diese hervorragende EMPATHIE-Tochter zum Verkauf angeboten.  Foto: RZO Vom Betrieb Wendl aus Kemnath im Landkreis Schwandorf wurde diese hervorragende EMPATHIE-Tochter zum Verkauf angeboten. Foto: RZO

Bei der Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am 5. Februar waren Kühe und Jungkühe mit bester Qualität gefragt und erzielten gute Erlöse.

SCHWANDORF. Bei der Auktion für weibliche Zuchtkälber war dagegen die Nachfrage eher verhalten mit stagnierenden Preisen.

Neun meist sehr gut entwickelte Jungbullen wurden der Körkommission vorgestellt. Leider erfüllte kein einziger der vorgestellten Bullen die hohen Anforderungen für den Einsatz in der Besamung. Die Körkommission stelle einen hervorragend entwickelten reinerbig hornlosen „Maliniwini“-Sohn an die Spitze. Dieser und zwei weitere Bullen konnten für den Einsatz im Naturspru ng abgesetzt werden.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 71 frischmelkenden Jungkühen, vier Kühen mit mehr als einer Kalbungen und einer Kalbin beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten meist mit guter bis hervorragender Qualität. Bereits von Beginn der Versteigerung an war absehbar, dass Spitzentiere diesmal besonders gefragt waren. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere und die Gebote erfolgten sehr qualitätsbezogen. Bei mehr als zehn Prozent der angebotenen Kühe und Jungkühe standen folglich Zuschlagspreise von 2.000 Euro oder mehr auf der Anzeigetafel. Bis auf einige Tiere mit Mängeln konnten alle weiblichen Tiere bei zufriedenstellenden Erlösen verkauft werden. Mehrere Kaufinteressenten, die auf niedrigere Preise gehofft hatten, mussten die Heimreise ohne Tiere antreten. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.639 Euro ein Durchschnittspreis, der um 26 Euro über dem Erlös der Januar-Auktion lag. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 30,3 Kilogramm.

Mit 115 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber wieder gut beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Leider war diesmal die Nachfrage eher etwas verhalten. Trotzdem konnten nahezu alle Kälber verkauft werden. Schwache Kälber waren aber erst nach Preisnachlässen abzusetzen. Der durchschnittliche Erlös je Kalb gab gegenüber der Auktion im Januar nochmals um 28 Euro nach. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Der nächste Zuchtviehmarkt - für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber findet in Schwandorf am Mittwoch, 4. März, statt.


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