08.01.2020, 18:30 Uhr

Klares Bekenntnis zum Truppenstandort Fraktionsklausur der Freien Wähler beschäftigt sich mit Zukunft der Truppenübungsplätze

(Foto: Philipp Seitz)(Foto: Philipp Seitz)

Tweets des amerikanischen Präsidenten, die von einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland sprechen, hatten zuletzt für Verunsicherung in der Region gesorgt. Die Freien Wähler haben das Thema deshalb jetzt auf die Agenda ihrer Winterklausur gehoben. „Mit einem beruhigenden Ergebnis“, wie der oberpfälzer Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt meldete.

GRAFENWÖHR Im Gespräch mit Meghan Gregonis, Generalkonsulin der USA in München, und Oberst Joseph E. Hilbert, Kommandeur des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, habe es „ein klares, diplomatisches Bekenntnis zum Standort Grafenwöhr gegeben“. Aktuell werde die Zahl der stationierten Soldaten ausgebaut und in den Standort investiert.

„Es ist gut zu hören, dass die Zukunft der oberpfälzer Truppenübungsplätze nicht in 280 Zeichen bei twitter entschieden wird“, so das Fazit Gotthardts nach den ausführlichen Gesprächen mit Gregonis und Hilbert. Das Gespräch mit beiden habe „in großer Freundschaft und Offenheit stattgefunden“. Gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen will Gotthardt weiter am Ball bleiben: „Die Truppenübungsplätze sind von entscheidender, auch wirtschaftlicher Bedeutung für unsere Region – sie durch unüberlegte Aussagen aufs Spiel zu setzen, dient keinem.“ Deutschland und die USA wollten „größtmögliche Sicherheit“, so der Landtagsabgeordnete. Dazu zähle auch ein leistungsfähiges, weltweites System. Für Gotthardt ist Grafenwöhr dabei „ein wichtiges Kronjuwel der US Army in Europa“.

Lobend äußerten sich Gotthardt, Gregonis und Hilbert über die „funktionierende Partnerschaft zwischen Truppenübungsplätzen und Nachbargemeinden“. Diese könne man am Standort Grafenwöhr „durchaus als echte, gewachsene Freundschaft“ bezeichnen. Ein Rückhalt, den die Truppen bei ihrem Auslandseinsatz auch positiv zu spüren bekämen. „Lassen wir uns diese hervorragenden bayerisch-amerikanischen Beziehunge nicht von der kruden Kommunikation eines Präsidenten vermiesen“, so Gotthardt: „Unsere Freundschaft ist robuster. Sie lebt, sie bleibt, sie wächst.“


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